Zutritt zur Zukunft

Wie wir für Unternehmen schon heute die Technologien von morgen nutzbar machen

Editorial

Bleistiftzeichnung eines Kopf-Schulter-Porträts von Christian Tutschku: Er lächelt in die Kamera, hat kurze Haare, trägt Sakko und Hemd.
© Bernd Schifferdecker
Dr. Christian Tutschku, Co-Forschungsbereichsleiter »Digital Business«

Liebe Leserinnen und Leser,

der walisische Elektroingenieur Sir William Preece (1834–1913) gehörte zu den klügsten Köpfen seiner Zeit. Als Chefingenieur des britischen General Post Office war er beispielsweise maßgeblich an der Entwicklung der drahtlosen Telegrafie beteiligt. Leider hat Preece sein Andenken mit nur einem einzigen Satz einigermaßen ruiniert. So soll er gesagt haben: »Die Amerikaner brauchen das Telefon, wir aber nicht. Wir haben genug Laufburschen.«

Preeces These sollte sich als falsch erweisen; lehrreich ist sie dennoch: Wenn es nämlich selbst einem Pionier wie ihm schwerfiel, die Tragweite technologischer Innovation korrekt einzuschätzen, dann kann dieser Fehler uns allen unterlaufen. Kein Wunder: Die Gegenwart beeinflusst nun mal unseren Blick auf das, was kommt, massiv. Man spricht in diesem Kontext auch vom »Status-quo-Bias«.

Auch wir am Fraunhofer IAO erforschen Technologien, deren künftige Wirkmacht heute schwer vorstellbar ist. In ein paar Jahren aber werden sie längst alltäglich sein. Dazu gehören neuroadaptive Technologien, die mein Kollege Dr. Mathias Vukelić mit seinem Team ergründet, um die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine neu zu denken. Und dazu gehört mein eigener Schwerpunkt, das Quantencomputing – eine revolutionäre Art des Rechnens.

In dieser »FORWARD-Ausgabe geht es zum einen um die Frage, wie Unternehmen sich in diesen Bereichen schon heute eine Vorreiterrolle erarbeiten können. Zudem finden Sie in diesem Heft eine ganze Reihe weiterer Projekte, an denen wir gemeinsam mit Partnerinstitutionen arbeiten, um die digitale und nachhaltige Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft voranzubringen. Denn die Zukunft kommt nicht über Nacht. Sie ist das Ergebnis geduldiger Forschungsarbeit. Das galt übrigens auch für den Siegeszug des Telefons.

 

Schwerpunkt Zukunftstechnologien

Das ist ein völlig neues Terrain

Dr. Christian Tutschku und Dr. Mathias Vukelić im Gespräch.

 

Schwerpunkt Zukunftstechnologien

Auf dem Weg zur Superkraft

Fraunhofer bündelt seine Kompetenzen im Quantencomputing.

 

Schwerpunkt Zukunftstechnologien

Wenn die Technik den Menschen versteht

Wie der Einsatz von Neurotechnologie helfen kann, das Arbeiten zu verbessern.

 

Schwerpunkt Zukunftstechnologien

17 fantastische Innovationsmethoden

Science-Fiction als Inspirationsquelle.

 

Nachgeforscht

Wasser sparen im Quartier

Sarah Kaltenegger im Interview.

 

Nachgeforscht

Jeder Tropfen zählt

Unsere Infografik zeigt, wo und wie sich der Wasserverbrauch im Alltag senken lässt.

 

Nachgeforscht

Vom Datensatz zur Doppelspitze

Ein neuer Matching-Algorithmus ermöglicht Tandem-Bewerbungen für Führungskräfte.

 

Nachgeforscht

Wie die Ameise zur Hummel wurde

Mobilität der Zukunft: In einem Projekt wird der Einsatz von autonomen Shuttles erprobt.

 

Forschen im Netzwerk

In Heilbronn entsteht etwas Großartiges!

Prof. Dr. Wilhelm Bauer im Interview zu Fraunhofer HNFIZ.

 

Wissen kompakt

Willkommen an Bord

Ein Whitepaper der Fraunhofer HNFIZ zeigt, wie gutes Onboarding gelingt.

 

Faszination Forschung

Herzensthema Nachhaltigkeit

Claudia Ricci im Porträt.

 

Printversion

»FORWARD 1/26

Zukunftstechnologien wie Quantencomputing und neuroadaptive Technologien verändern die Innovationslandschaft grundlegend. Diese Ausgabe von »FORWARD zeigt, wie interdisziplinäre Forschung neue Potenziale erschließt und wie wir diese Technologien schon heute für Unternehmen nutzbar machen. 

 

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