Forum / 10. November 2026, 12:30 - 17:00 Uhr
AEROKI: Cyberrisiken im Anflug
Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt AEROKI für ein ganzheitliches Cyberlagebild in Kritischen Infrastrukturen
Wie können Betreiber Kritischer Infrastrukturen (KRITIS) Cyberbedrohungen frühzeitig erkennen, ihre aktuelle Sicherheitslage zuverlässig bewerten und gezielt reagieren? Bei der Abschlussveranstaltung des Forschungsprojekts AEROKI präsentieren die Projektpartner ihre Ergebnisse und zeigen am Beispiel von Flughäfen, wie situative Bedrohungsanalysen, Lieferantenbewertungen sowie automatisiertes Asset-, Patch- und Vulnerability-Management und Risk-Value-Scoring zu einem umfassenden Cyberlagebild zusammengeführt werden können.
Kritische Infrastrukturen sind für das Funktionieren von Wirtschaft und Gesellschaft unverzichtbar – und zugleich ein attraktives Ziel für Cyberangriffe. Flughäfen verdeutlichen diese Herausforderung besonders anschaulich: Sie verbinden unter anderem Logistik- und IT-Systeme, Energieversorgung, Gesundheitsdienste, Luftüberwachung und zahlreiche externe Dienstleister zu einer hochkomplexen Infrastruktur. Technische Schwachstellen, unsichere Prozesse oder Risiken innerhalb der Lieferkette können daher weitreichende Folgen haben.
Im Forschungsprojekt AEROKI – »Adressierung und Ermittlung von Bedrohungslagen in Kritischer Infrastruktur am Beispiel von Flughäfen« – haben das Fraunhofer IAO, das Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement IAT der Universität Stuttgart, die Goethe-Universität Frankfurt und die Fraport AG neue Methoden und Werkzeuge zur Bewertung dieser komplexen Sicherheitslage entwickelt.
Im Mittelpunkt steht ein teilautomatisierter Ansatz, der unterschiedliche Informationen zu einem aktuellen und nachvollziehbaren Cyberlagebild zusammenführt. Dazu gehören:
- die Erfassung und Bewertung von IT- und OT-Systemen,
- automatisiertes Asset-, Patch- und Vulnerability-Management,
- die Bewertung von Zulieferern und externen Dienstleistern,
- die Analyse aktueller und sich verändernder Bedrohungslagen sowie
- die Zusammenführung der Ergebnisse in einem übergreifenden Risk-Value-Scoring.
Bei der Abschlussveranstaltung geben die Projektpartner Einblicke in die entwickelten Ansätze, Demonstratoren und Erkenntnisse. Sie zeigen, wie Risiken transparenter bewertet, potenzielle Schwachstellen früher erkannt und notwendige Maßnahmen fundierter priorisiert werden können. Darüber hinaus wird diskutiert, wie sich die am Beispiel des Flughafens Frankfurt entwickelten Methoden auf andere Kritische Infrastrukturen und komplexe Organisationen übertragen lassen.
Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Verantwortliche aus den Bereichen Cybersicherheit, Informationssicherheit, IT- und OT-Management, Risikomanagement und Kritische Infrastrukturen sowie an Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Forschung, Behörden und öffentlicher Verwaltung.
Nutzen Sie die Gelegenheit, die Ergebnisse des Projekts kennenzulernen, sich mit den beteiligten Expertinnen und Experten auszutauschen und Impulse für eine zukunftsfähige und wirtschaftlich umsetzbare Cybersicherheit zu gewinnen.
Das Programm im Überblick
12:30-13:00
Registrierung und Ankommen
13:00–13:15
Begrüßung und Einführung
Dr. Steffen Braun, stv. Institutsleiter, Fraunhofer IAO, Dr. Heiko Roßnagel, Dr. Christian Schunck
13:15–14:00
Keynote
TBA
14:00–14:15
AEROKI – ein KRITIScher Rückblick auf das Projekt
Alexander Döhne, Fraport AG
14:15–14:45
Asset- Patch und Vulnerability Management in einer kritischen Infrastruktur
Robert Abe (Fraport AG), Matthias Winterstetter (Fraunhofer IAO)
14:45–15:15
Kaffeepause und Networking
15:15–15:45
Bedrohungsanalyse: Herausforderungen für die OSINT basierte Erstellung eines Lagebilds
Alexander Zoch, Goethe-Universität Frankfurt
15:45-16:15
Lieferantenbewertung für kritische Infrastrukturen
Sirish Kalubhai Savaliya und Lennart Kiss (Universität Stuttgart), Rachelle Sellung und Dr. Christian Schunck (Fraunhofer IAO)
16:15-16:45
Risk-Value Scoring
Marcus Ackermann (Fraport AG), Christian Schunck (IAO)
16:45-17:00
Q&A und Abschluss
Die Veranstaltung richtet sich an
Verantwortliche aus den Bereichen Cybersicherheit, Informationssicherheit, IT- und OT-Management, Risikomanagement und Kritische Infrastrukturen sowie an Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Forschung, Behörden und öffentlicher Verwaltung.