Mit zunehmender Digitalisierung hat das Phänomen der »Zoom-Fatigue« eingesetzt. Die hohe Anzahl an Online-Konferenzen in Kombination mit immer komplexeren Softwareumgebungen führt nicht nur zu Ermüdung und Erschöpfung, sondern auch zu einer mentalen Überlastung im Arbeitsalltag.
Vor diesem Hintergrund hat das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organsation IAO gemeinsam mit der vitero GmbH das Forschungsprojekt »KI-basierte Kommunikations-Assistenz für Webkonferenzen«, kurz KIBAKA, gestartet. Künstliche Intelligenz bietet viele Ansätze, um ein benutzerfreundliches, kognitiv unterstützendes, motivationsförderliches und somit effektives Lernen und Arbeiten in virtuellen Räumen zu stärken. Gleichzeitig bietet KI kleinen und mittleren Software-Anbietern die Chance, sich mit innovativen Funktionen von der Masse sich immer mehr ähnelnden Webkonferenz-Tools abzuheben und Alleinstellungsmerkmale zu etablieren.
Kommunikation und Interaktion in virtuellen Meetings mit KI unterstützen
Das Projekt KIBAKA verfolgt das Ziel, intelligente Assistenzfunktionen zu entwickeln, die Moderatorinnen und Moderatoren sowie Teilnehmende bei der Kommunikation und Interaktion in virtuellen Meetings entlasten und unterstützen. Diese KI-Funktionen werden im virtuellen Teamraum »inspire« der vitero GmbH integriert, getestet und wissenschaftlich auf ihre Mehrwerte hinsichtlich Nutzerfreundlichkeit, Akzeptanz und Effizienz untersucht.
KIBAKA unterstützt nicht nur den technologischen Fortschritt insbesondere kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU), sondern kann auch dazu beitragen, neue Standards für virtuelle Kommunikation aufzuzeigen.
Forschungsfragen rund um den Einsatz von KI in Webkonferenzen
Im Rahmen des Projekts werden unter anderem folgende Fragestellungen untersucht:
- Mehrwert für Unternehmen: Welche KI-Funktionen bieten den größten Nutzen in Bezug auf Effizienz, Benutzerfreundlichkeit und Inklusion? Dabei stehen insbesondere virtuelle Meetings in herkömmlichen und hybriden Settings im Fokus.
- Assistenz für Moderatoren und Teilnehmende: Wie kann KI-basierte Assistenz Moderatorinnen, Moderatoren und Teilnehmende dabei unterstützen, Meetings angenehmer, kreativer und effizienter zu gestalten?
- Nutzeranforderungen und Akzeptanz: Welche Wünsche, Anforderungen und Bedenken der Nutzenden müssen bei der Gestaltung KI-gestützter Funktionen berücksichtigt werden?
- Kosten-Nutzen-Aspekte: Welche wirtschaftlichen und technischen Faktoren sind bei der Entwicklung und Implementierung KI-basierter Zusatzfunktionen in Webkonferenz-Systemen entscheidend?
- Zukünftige Standards: Welche neuen Standards und Best Practices könnten aus der Integration von KI in Webkonferenz-Systeme hervorgehen? Sind diese auch auf andere Anwendungsbeispiele übertragbar?
Interessierte Unternehmen sind herzlich eingeladen, sich per Mail an kibaka@iao.fraunhofer.de über Forschungsergebnisse zu informieren und an zukünftigen Pilotierungen teilzunehmen, um die Vorteile KI-gestützter Assistenzsysteme für virtuelle Meetings selbst zu erleben.