Trotz verstärktem Homeoffice bleibt das Büro der physische Ort des Austauschs und der Zusammenarbeit. Doch wie wirkt sich das auf die Innovationsfähigkeit im Unternehmen aus? Die Studie »Das Büro als Corporate Innovation Hub«, die im Rahmen des Innovationsnetzwerks OFFICE® am Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO durchgeführt wurde, zeigt, dass Präsenz im Büro allein kein Garant für gesteigerte Innovationsfähigkeit ist. Eine gezielte Gestaltung der Büroflächen für kreative Zusammenarbeit und bereichsübergreifende Treffen ist entscheidend, um die Innovationsfähigkeit in Unternehmen zu steigern.
Innovation braucht mehr als Anwesenheit
»Der Ort allein entscheidet nicht, wie innovativ Mitarbeitende sind«, sagt Milena Bockstahler, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fraunhofer IAO. »Einflussfaktoren wie die Qualität der Arbeitsumgebung, die Aufgabenkomplexität und Formen der Zusammenarbeit wirken sich auf die Innovationsfähigkeit aus.« Die Eignung der Büroflächen für Kreativität und bereichsübergreifende Zusammenarbeit entscheiden, ob das Büro zum Innovationsort wird. Um kreatives Potenzial zu entfalten, müssen Unternehmen spezifische Räume schaffen, die sich gezielt für Ideenfindung und kollaborative Kreativarbeit eignen. Flexible Arbeitszeiten und -orte schaffen eine Umgebung, die sich an individuelle Bedürfnisse und den persönlichen Arbeitsrhythmus anpasst.
Spaß und Abwechslung als Innovationsbooster
Monotonie hemmt die Kreativität: Abwechslung bei der Arbeit und Spaß an der Tätigkeit sind laut Studie ebenfalls entscheidende Treiber für kreative und innovative Prozesse. »Mitarbeitende brauchen regelmäßig die Gelegenheit, aus ihren Routinen auszubrechen und an neuen, herausfordernden Projekten mitzuwirken, um die Innovationsbereitschaft zu stärken«, erklärt Bockstahler. Neues zu lernen ist eine weitere Möglichkeit. Flächen für Lernangebote wie beispielsweise Lernlounges, Bibliotheken oder Schulungsräume dienen als Orte des Wissensaustauschs.