IT-Monitoring: Fehler erkennen, bevor sie entstehen

IT-Monitoring: Fehler erkennen, bevor sie entstehen
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Fraunhofer IAO-Studie zeigt: Störungserkennung in vernetzten IT-Systemen erfordert Zusammenarbeit

Vernetzte IT-Systeme sind unverzichtbar für den Geschäftsbetrieb geworden. Doch wie können diese sicher und störungsfrei betrieben werden? Eine aktuelle Studie des Fraunhofer IAO zeigt den Stand der Technik und Praxis für die Überwachung und Störungserkennung in vernetzten Systemen. Experteninterviews geben einen Einblick in Erfahrungen, Best Practices und Herausforderungen.

Mit Cloud-Infrastrukturen, mobilen Endgeräten, Software-as-a-Service, Virtualisierung und Microservices hat die Komplexität verteilter IT-Systeme erheblich zugenommen. Auch wenn diese Technologien bereits seit Jahren verfügbar sind, gibt es abseits der »Early Adopter« eine Vielzahl von Firmen, die diese Technologien gerade einführen oder das erste Mal erproben. Das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO hat mit seiner aktuellen Studie herausgefunden, dass bestehende Ansätze zur Überwachung oft zu kurz greifen.

Komplexität und Dynamik erschweren Überwachung in vernetzten Systemen

Softwareanbieter und Berater haben auf diese Problemlage reagiert und bieten neue Lösungen an oder erweitern die bestehenden. »Wir sehen, dass die Werkzeuge besser werden«, sagt Studienautor Falko Kötter vom Fraunhofer IAO, »doch in manchen Bereichen stoßen Lösungen an ihre Grenzen.« So stellt etwa das Monitoring von Cloud-Systemen eine Herausforderung für die Unternehmen dar. Hier ist die Komplexität und Dynamik besonders hoch. Hinzu kommt, dass es keine Out-Of-The-Box-Lösungen gibt. Es ist immer eine individuelle Konfiguration und Implementierung notwendig.

Unterstützung der Geschäftsführung ist unabdingbar

Die Experteninterviews fördern auch Erkenntnisse zutage, die über bloße technische Herausforderungen hinausgehen. So waren die Befragten überwiegend der Meinung, dass die heutigen technischen Möglichkeiten ausreichend – wenn auch nicht perfekt – sind, sie aber nicht ausgeschöpft werden. »Das gründet jedoch auf organisatorischen Versäumnissen«, erklärt Co-Autor Andreas Freymann. »Damit der zuverlässige Betrieb gelingen kann, müssen Entwicklung, Fachabteilung und Support zusammenarbeiten, gemeinsame Ziele haben und kommunizieren.« Entscheidend ist die Rückendeckung durch die Geschäftsführung sowie notwendige Freiräume im Tagesgeschäft für die Mitarbeitenden, um sich dem Thema Störungserkennung widmen zu können.

Business Innovation Engineering Center (BIEC)

Die Studie »Überwachung und Störungserkennung in vernetzten IT-Systemen« ist Teil der Studienreihe »Digitale Transformation in KMU« des Business Innovation Engineering Centers (BIEC). In der Schriftenreihe werden Themenschwerpunkte und Fragestellungen umsetzungsorientiert adressiert, welche für kleine und mittlere Unternehmen im Rahmen der digitalen Transformation von Relevanz sind.