Erzieherberufe chancenorientiert neu denken

Erzieherberufe chancenorientiert neu denken

Dr. Franziska Giffey, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend beim Besuch des Center for Responsible Research and Innovation in Berlin.

Bundesministerin Dr. Franziska Giffey diskutiert im Visioning-Lab Zukunftsstrategien für Erzieherberufe

Worauf kommt es bei guten Erzieherberufen in Zukunft an? Welche Zukunft wünschen sich die Fachkräfte für sich selbst und welche wünschen sich die Akteure, die ihre beruflichen Rahmenbedingungen mitgestalten? Antworten auf diese Fragen diskutiert Bundesministerin Dr. Franziska Giffey heute, am 30. August 2019 mit Akteuren des Berufsfelds. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projekts »Mehr-Wert« beim »Visioning-Lab für Erzieherberufe« am Center for Responsible Research and Innovation CeRRI des Fraunhofer IAO in Berlin statt. Zuvor hatten die Fachkräfte selbst die Werte ihres Berufs identifiziert und Wünsche und Bedarfe für die Zukunft formuliert. Auf dieser Grundlage entwickeln Vertreter von Trägern, Verbänden und Politik gesellschaftlich wünschbare Visionen für die Zukunft der Berufe und Handlungsoptionen für deren Umsetzung.

Das Projekt »Mehr-Wert« im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zielt darauf ab, einen positiven Image-Wandel der Erzieher- und Pflegeberufe zu befördern. Fachkräfte in Erzieherberufen sind nicht nur Teil einer großen und wachsenden Branche, sondern wesentlich für das Funktionieren unserer Gesellschaft. Das Projekt wird im Center for Responsible Research and Innovation CeRRI des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO durchgeführt.

Die Wertevision der Fachkräfte als Grundlage für einen chancenorientierten Kulturwandel

Das Projekt »Mehr-Wert« widmet sich den Wertebildern in den Erzieher- und Pflegeberufen. In sogenannten Werte-Laboren erarbeiteten Fachkräfte, unterstützt durch Methoden aus dem Design, zunächst Werte-Visionen. Angeleitet durch das Forschungsteam konnten sie ihre Wünsche greifbar machen und sich über Werte- und Zukunftsthemen verständigen. Im Visioning-Lab sind heute gestaltende Akteure, insbesondere Vertreterinnen und Vertretern von Ländern, Kommunen, Trägern und Verbänden eingeladen, gemeinsam erste Ideen und Ansätze zu entwickeln, wie dieses neue Berufsbild chancenorientiert implementiert werden kann. Das nächste Visioning-Lab mit Vertreterinnen und Vertretern der Pflegeberufe findet im September statt.