Exitstrategien für die Produktionsbranche auf der re:publica re:mote

re:publica.tv

 

Fraunhofer IAO zeigt auf re:publica.tv am 7. Mai, wie ein digitaler Laborzwilling entsteht

Die renommierte »re:publica«, die jährlich tausende Gäste anzieht, bietet am 7. Mai 2020 zum ersten Mal ein Online-Konferenz-Format an. Mit dabei ist das Fraunhofer IAO mit der Session »re:think work – Die Digitalisierung der Produktion«. Im Fokus steht der Laborzwilling aus dem Projekt »FutureWork 360«. Das Projekt hat das Ziel, über virtuelle Umgebungen praxisnahe Forschung an internationale Zielgruppen zu vermitteln.

Home Office, virtuelle Zusammenarbeit und die Nutzung von Online-Tools haben durch die Coronakrise einen Schub erhalten. Viele Unternehmen haben sich zu diesen Themen auf die Schnelle zumindest technisch gut aufgestellt. Aber wie sieht es im Produktionsbereich aus? Wie können produzierende Unternehmen ihren Betrieb »per Fernsteuerung« aufrechterhalten und was sind gangbare Exitstrategien für einen produktiven Alltag im sogenannten New Normal?

Neue Wege der Entwicklung und Kollaboration im Produktionsbereich

Unter dem Titel »re:work« präsentieren verschiedene Sessiongeber auf der Digitalkonferenz re:publica am 7. Mai auf der Plattform re:publica.tv für diese Fragestellungen Impulse und praxisnahe Lösungsbeispiele. Das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, das gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA im Projekt »FutureWork 360« Anwendungsbeispiele der Produktionsarbeit der Zukunft in virtuellen Labtouren praxisnah vermittelt, veranschaulicht auf der re:publica, nicht nur, wie solch ein »Laborzwilling« technisch machbar ist. Im Fokus der Session steht auch die Frage, wie und warum Produktionsunternehmen ihren ganzen Produktionszyklus sowie ihre Produktionsprozesse komplett digitalisieren und vernetzen können und sollten.

»Die Schlüsselherausforderung für die Industrie der Zukunft ist es, Produktion, Produktentwicklung, Simulation und Produktionsentwicklung integriert, domänen- und branchenübergreifend zu betrachten. Wir möchten am Fraunhofer IAO genau diese übergreifende Perspektive schaffen und Fachleute aus all diesen Bereichen vernetzen, ergänzt durch Beiträge aus der Forschung und der Softwareentwicklung. Mit Projekten wie FutureWork 360 machen wir den grenzenlosen Austausch und Wissenstransfer über Branchen und Bereiche möglich«, sagt Prof. Oliver Riedel, der als Institutsleiter am Fraunhofer IAO u.a. das Thema »Advanced Systems Engineering« vorantreibt und in der Online-Session neue Wege der Entwicklung und Kollaboration im Produktionsbereich vorstellt.

Wissenstransfer über praktische Anwendungsbeispiele

Welche digitalen Aufmaßtechnologien in der Praxis zur Verfügung stehen, wie diese medienbruchfrei mit bestehender Software kombiniert werden können und welchen Mehrwert ein digitaler Zwilling für Planung und Produktentwicklung bringen kann, erläutert Dr. Stephan Wilhelm, Experte für Virtuelle Umgebung beim Fraunhofer IAO, am Beispiel der virtuellen Labtour im voll digitalisierten »Future Work Lab« - Innovationslabor für Arbeit, Mensch und Technik. Wie die Erkenntnisse aus der Forschung in die Anwendung kommen, ist eines der großen Ziele des Forschungsmarketingprojekts »FutureWork 360«, das Yeama Bangali als Kommunikationsexpertin am Fraunhofer IAO verantwortet. Die re:publica sieht sie als willkommene Möglichkeit, genau jetzt Produktionsverantwortliche zu erreichen und passende Lösungen aus der Forschung anbieten zu können: »In der ersten Online-Session im Projekt hatten wir bereits sehr positive Resonanz auf die virtuelle Labtour erhalten. Die re:publica ist eine tolle Gelegenheit, weitere Bedarfe aus der Praxis einzuholen und im weiteren Verlauf des Projekts entsprechende Lösungen zu entwickeln und anzupassen«, so Bangali.