China demonstriert in Piloten, wie sich Industrie- und Gewerbeparks gezielt zu sogenannten Zero-Carbon Parks, also Industrieparks mit ambitioniertem Pfad zur Klimaneutralität, umwandeln lassen. Die Taicang High-Tech Zone in der chinesischen Provinz Jiangsu soll in einen solchen klimaneutralen Industriepark transformiert sowie zertifiziert werden und anschließend als Blaupause für weitere Parks dienen. Dafür entwickeln deutsche und chinesische Partner eine Zero-Carbon-Roadmap, welche die Optimierung des Energiesystems, die Kreislaufwirtschaft, die Qualifizierung der ansässigen Unternehmen sowie grüne Finanzierung umfasst. Das Projekt »Sino-German Taicang High-Tech Zone Zero-Carbon Park Construction Cooperation«, als ein konkretes Ergebnis der Chinareise von Bundeskanzler Friedrich Merz im Februar 2026, zog in Fachkreisen hohe Aufmerksamkeit auf sich. Umgesetzt wird es von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH im Auftrag der Verwaltung der Taicang High-Tech Zone. Ein neu gegründetes deutsch-chinesisches Expertengremium begleitet das Projekt fachlich. Es berät bei Entscheidungen, bewertet Zwischenergebnisse und unterstützt den Erfahrungsaustausch zwischen beiden Ländern. Im Gremium vertritt Dr. Anna-Lena Klingler das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO. Ihre Erfahrungen aus Projekten und Forschungsarbeiten zu dezentralen Energiesystemen und Dekarbonisierungsroadmaps fließen in die Bewertung des Pfadplans und in den Aufbau eines kontinuierlichen Monitorings ein.