Die Rolle digitaler Technologien für den Weg aus der Krise

Metastudie Raumpsychologie für eine neue Arbeitswelt

 

Fraunhofer IAO spricht bei »re:publica campus« über Zukunftsszenarien für wechselhafte Zeiten

In diesem Jahr findet die renommierte »re:publica« einen Monat lang mit hybriden und digitalen Konferenzformaten statt. Am 14. September sprechen Forschende des Fraunhofer IAO gemeinsam mit Projektpartnern über Zukunftsszenarien zu den Themen Innenstädte, Fahrzeuginnenräume und Nighttime Economy – passend zur zweiten Themenwoche »Wechsel:Wirkung – Wissenschaft, Technik, Media«.

Im Mai 2020 wurde die »re:publica Berlin«, Europas größte Digital- und Gesellschaftskonferenz, aufgrund der bekannten Umstände zum ersten Mal digital und kostenlos für alle zugänglich gemacht. In diesem Jahr startet im September ein neuer Prototyp als Experimentierfeld für zukünftige Projekte: Vom 6. September bis 4. Oktober 2020 können Zuschauer*innen beim »re:publica Campus« per Live-Stream das Programm verfolgen, das sowohl digitale als auch hybride und analoge Formate bereithält. In Kurzvorträgen, Panel-Diskussionen, Interviews und Tutorials sprechen Expertinnen und Experten über Fragestellungen, Impulse und praxisnahe Lösungsbeispiele zu aktuellen Debatten unserer Zeit. Fragen werden anschließend in digitalen Diskussionsräumen, den Deep Dives, beantwortet. Jede Woche steht unter einem bestimmten Thema und endet mit einem analog stattfindenden Werkstatt-Tag. Als Kulisse dafür und auch für die Aufzeichnung des Live-Streams dient eine Fabrikhalle in Berlin-Neukölln, wo parallel zu den Themenwochen auch eine interaktive Ausstellung stattfindet.

Die zweite Woche widmet sich dem Thema »Wechsel: Wirkung – Wissenschaft, Technik, Media«: Wo steht die Medien- und Digitalbranche auf dem Weg ins »neue Normal«? Welche Rolle spielen digitale Technologien für den Weg aus der Krise? Als Wochenauftakt sprechen Forschende des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO am 14. September in vier Sessions live oder remote zu verschiedenen Projekten, in denen sie gemeinsam mit Projektpartnern verschiedene Zukunftsvisionen erarbeitet haben.

Session 1: Wie werden unsere Innenstädte in Zukunft aussehen?

Im Herbst 2020 startet die Innovationsoffensive »Innenstadt 2030+ I Future Public Space« mit dem Ziel, resiliente, lebenswerte und anpassungsfähige Innenstadtkonzepte zu entwickeln. Dafür bündelt das Fraunhofer IAO seine Forschungsergebnisse und internationalen Best-Practices mit den Erfahrungen des Online-Netzwerks »Die Stadtretter«. Claudius Schaufler, Stadtsystemforscher am Fraunhofer IAO, und Stefan Müller-Schleipen, Stadtretter-Mitgründer und Geschäftsführer der Immovativ GmbH, stellen die Innovationspartnerschaft vor und sprechen darüber, wie sich Städte für die Zukunft wappnen können.

Session 2: Die Berliner Stadtreinigung als Zukunftsgestalterin - schon Realität oder noch Vision?

Wie will sich die Berliner Stadtreinigung (BSR) zukünftig in einer lebenswerten Stadt positionieren? Welche Aufgaben übernehmen die Mitarbeitenden und was wünschen sich die Einwohner*innen? Für diese Fragestellungen hat das Forschungsteam vom Center for Responsible Research and Innovation des Fraunhofer IAO das »Projekt BSR 2030+« ins Leben gerufen. Dabei wurden drei Zukunftsvisionen für die BSR entwickelt und öffentlich diskutiert. Hanna Glatte vom Fraunhofer IAO berichtet während der Session von den Wechselwirkungen, die im Projekt eine Rolle gespielt haben.  

Session 3: Wie automatisiertes Fahren die Zukunft des Fahrzeuginnenraums beeinflusst

In Zukunft wird unsere Mobilität anders aussehen. Auch das automatisierte Fahren wird davon ein wesentlicher Bestandteil sein und die Zukunft des Fahrzeuginnenraums stark beeinflussen. Dr. Jan-Paul Leuteritz forscht am Fraunhofer IAO zu Human-Machine-Interaction (HMI) und wird in dieser Session beleuchten, welche neuen Anforderungen an das Interieur und die Interaktion im und mit dem Fahrzeug gestellt werden. Besonders die adaptive Gestaltung einer HMI für verschiedene Tätigkeiten wie z.B. Telefonkonferenzen, Meetings oder auch Büroarbeiten für einen Sitzplatz sowie die gleichzeitige Unterbringung von anderen Tätigkeiten wie Entspannen spielen dafür eine wichtige Rolle.

Session 4: Nighttime Economy - Ausschöpfung des vollen Potenzials in städtischen Gebieten

Während die Nachtwirtschaft gemeinhin als Synonym für eine Unterhaltungs- und Kulturindustrie angesehen wird, zeigen Studien, dass sie durch eine Vielzahl von Sektoren repräsentiert wird, darunter Gesundheitswesen, Transportdienstleistungen, Telekommunikation, Lebensmittelproduktion und -dienstleistungen, Lieferung und vieles mehr. Auch hier sind die Auswirkungen von COVID-19 deutlich zu spüren. Gemeinsam mit VibeLab entwickelt das Fraunhofer IAO Wiederherstellungspläne und Lösungen, um die Auswirkungen der Pandemie zu mildern. Inna Zhuravlova vom Fraunhofer IAO wird über ein neu kreiertes Tool und über den »Global Nighttime Recovery Plan« (kurz GNRP) sprechen.