Tag der offenen Tür

Tag der offenen Tür
© Fraunhofer IPA

 

Fraunhofer lädt zum Mitmachen ein

In Zusammenarbeit mit dem »Tag der Wissenschaft« der Universität Stuttgart und im Rahmen des 1. Stuttgarter Wissenschaftsfestivals »smart und clever« öffnet das Fraunhofer-Institutszentrum Stuttgart am 29. Juni von 13 bis 18 Uhr seine Tore und lädt zum »Forschen-Entdecken-Staunen«-Tag ein. Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn wird die Veranstaltung gemeinsam mit IPA-Institutsleiter Prof. Thomas Bauernhansl eröffnen.

Wissenschaft zum Anfassen – unter dieser Überschrift stehen Ende Juni / Anfang Juli diverse Veranstaltungen in und rund um die Landeshauptstadt Stuttgart. Eine bereits etablierte Größe ist der Tag der Wissenschaft, den die Universität Stuttgart am Standort Vaihingen seit 1981 durchführt. Schüler, Studieninteressierte und Studierende haben die Möglichkeit, die vielfältigen Facetten technischer Studiengänge praxisnah zu erleben. Dieses Jahr findet der Tag der Wissenschaft am 29. Juni statt.

Zum ersten Mal hingegen wird das Stuttgarter Wissenschaftsfestival ausgerichtet. Initiiert von Oberbürgermeister Fritz Kuhn finden zwischen dem 26. Juni und 6. Juli annähernd 80 Veranstaltungen statt. Ziel des Wissenschaftsfestivals ist es, den wissenschaftlichen Reichtum am Standort zu verdeutlichen und gleichzeitig das Interesse an der Wissenschaft zu stärken. Es richtet sich an ein breites Publikum: Kinder und Jugendliche, Bürgerinnen und Bürger, Start-ups und Unternehmen, aber auch Wissenschaftler und Fachinteressierte finden spannende Angebote. Auch Fraunhofer öffnet im Rahmen des Wissenschaftsfestivals seine Tore.

»Stuttgart ist reich an Wissenschaft und Forschung. Wir haben insgesamt 25 anerkannte Hochschulen, sind einer der forschungsstärksten Standorte in Europa und zählen zu den innovativsten Hightech Regionen Deutschlands. Diese Stärke wollen wir beim 1. Stuttgarter Wissenschaftsfestival für alle erlebbar machen. Wir wollen, dass sich die Stuttgarter Hochschulen und wissenschaftliche Einrichtungen auf diesem Festival präsentieren und wir als Wissenschaftsstadt zusammenwachsen«, so Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn.

Künstliche Intelligenz erleben und Zahnpasta herstellen

Wer schon immer wissen wollte, wie personalisierte Strandschuhe produziert, eine mechani-sche Hand gebaut oder Zahnpasta hergestellt werden, der ist beim Tag der offenen Tür bei Fraunhofer genau richtig. Mitmachen steht hier im Vordergrund. Zusätzlich kommt man in Laboren und Versuchsfeldern hautnah mit den Innovationen der Zukunft in Berührung. Mit 17 verschiedenen Stationen bieten die Fraunhofer-Institute IAO und IPA am Standort Stuttgart-Vaihingen ein reichhaltiges Programm. Keine graue Theorie, sondern vielfältige Praxis. Denn es geht um angewandte Forschung.

Die beiden Fraunhofer-Institute präsentieren Demonstratoren wie das Stuttgart Exo-Jacket und ein Popup-Toolkit, einen mobilen Kreativitäts- und Schulungsraum, in ausgewählten Labo-ren wie dem Future Work Lab und dem Vision Lab zu Themen wie dem Arbeitsplatz der Zukunft und der Künstlichen Intelligenz. Die Rundgänge dauern jeweils 20-30 Minuten und starten immer zur vollen Stunde (14, 15, 16 und 17 Uhr). Die Workshops finden durchgehend statt. Die Besucher erhalten vor Ort ein Programmheft inklusive Lageplan. Eine Anmeldung im Vorfeld ist nicht erforderlich.

Innovationen interdisziplinär vorantreiben

»Wie wertvoll Fraunhofer für das deutsche Innovationssystem ist, erkennt man daran, dass sich andere Länder wie Brasilien, Großbritannien oder die USA Organisationen aufbauen, die ähnliche Strukturen haben wie die Fraunhofer-Gesellschaft«, so IPA-Institutsleiter Professor Thomas Bauernhansl.

Für ihn ist das Modell Fraunhofer, das anwendungsorientierte Forschung im Auftrag der Industrie und Vorlaufforschung mit Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen verbindet, das A und O für den Innovationserfolg Deutschlands. Zu den bekanntesten Innovationen, die aus der Fraunhofer-Gesellschaft heraus entwickelt wurden, zählt unter anderem der als MP3 bekannte Standard für Audiocodierung.

Am Standort Stuttgart widmen sich fünf eigenständige Institute mit derzeit insgesamt über 1700 Mitarbeitenden verschiedensten Forschungsdisziplinen. Schwerpunkte sind unter ande-rem Technologiemanagement, Biotechnologie und Umwelttechnik, Organisations- und Automatisierungsaufgaben, Städtebau und Raumordnung sowie Innovations- und IP-Management.

Eine Karriere als »Übermorgen-Macher«

So vielfältig wie die Forschungsgebiete sind auch die Karrierewege bei Fraunhofer. Wer klein anfangen möchte, kommt zur Talent-School oder zum Girls Day oder macht ein Schülerpraktikum. Auch für Studierende gibt es Praktika sowie Karrieretage und betreute Abschlussarbeiten. Für Berufseinsteiger und Nachwuchswissenschaftler bietet Fraunhofer Talenta und das Mentoring-Programm Step forward hilfreiche Orientierung zu Beginn der beruflichen Laufbahn.

IPA-Institutsleiter Prof. Thomas Bauernhansl bringt die Fraunhofer-Unternehmenskultur wie folgt auf den Punkt: »Unser Erfolg beruht im Wesentlichen auf drei Dingen: Zum einen sind wir gut darin, klassische Themen mit Erfahrung und Fachwissen zu bearbeiten und neue Themen offensiv in einer Vorreiterrolle anzupacken. Zum anderen bietet unsere interdisziplinäre Organisationsstruktur die Möglichkeit, sich in einer offenen Gesprächskultur auszutauschen und in Teams abteilungsübergreifend zusammen zu arbeiten. Und drittens hat jeder Einzelne die Chance, selbstbestimmt und unternehmerisch spannende Themen mit Elan nachhaltig umzusetzen«.

Prof. Wilhelm Bauer, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation er-gänzt: Wir arbeiten daran, dass sich die Arbeitswelt an den Bedarfen von Individuen, Gesellschaft und Umwelt orientiert. Der Begriff der Nachhaltigkeit bringt es auf den Punkt: Was wir entwickeln, sollte wirtschaftlich, sozial und umweltgerecht sein. Wenn wir das tun, leisten wir einen wesentlichen Beitrag zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft.«