Zukunftsbilder für die Mobilität in Deutschland und den USA

»2049: Zeitreise Mobilität«: Fraunhofer IAO und hr machen per VR Zukunft erlebbar

Weltweit arbeiten Forschung, Unternehmen und Politik an nachhaltigen Mobilitätslösungen, die das Leben in Städten entscheidend verändern werden. In einem Crossmedia-Projekt entwirft das Fraunhofer IAO im Rahmen des Deutschlandjahrs USA und in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Rundfunk Zukunftsbilder für die Mobilität in beiden Ländern. Basis dafür sind sowohl Experten- als auch Nutzerstimmen, die per Virtual Reality auf Zeitreise in die Mobilität im Jahr 2049 geschickt werden.

Autonom fahrende Autos, Flugtaxis oder Mobilität-Hubs, die per App E-Scooter, Pedelecs oder andere Elektromobile zur Verfügung stellen. Werden und möchten wir in Zukunft so unterwegs sein? Wie verändert sich dadurch das Bild und Leben unserer Städte? Sicher ist, dass sich Mobilitätsformen, Mobilitätsangebote und nicht zuletzt das Mobilitätsverhalten künftig nachhaltig ändern müssen, damit Städte den gegenwärtigen Herausforderungen rund um Klimaschutz und Verkehr begegnen können.

Mit erlebbaren Zukunftsbildern Akzeptanz für neue Mobilitätsformen schaffen

Mit welchen Lösungsansätzen Mobilität lebenswert und nachhaltig gestaltet werden kann, daran arbeiten weltweit verschiedene Forschergruppen sowie Initiativen aus Wirtschaft und Politik. Von technologischer Seite gibt es hier sehr viele Ideen und Ansätze. Doch auch die beste Lösung wird sich nicht durchsetzen, wenn zum einen das System Stadt und seine Infrastruktur nicht mitgedacht werden und zum anderen nicht rechtzeitig Akzeptanz bei denjenigen geschaffen wird, die ihr Mobilitätsverhalten ändern sollen. Vor diesem Hintergrund hat der Hessische Rundfunk im Rahmen des Deutschlandjahrs USA das Crossmedia Projekt »2049: Zeitreise Mobilität« initiiert. Darin wird der Nutzer per Virtual Reality in ein Szenario realer Städte 2049 geführt und lernt dort spielerisch verschiedene Mobilitätskonzepte kennen. Als wissenschaftlicher Partner des Projekts hat das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO die Szenarien inhaltlich mit entwickelt. Zudem erarbeitet das Fraunhofer IAO anhand einer Befragung von Expertinnen und Experten sowie Nutzenden eine Studie, welche jeweils ein Zukunftsbild für Deutschland und die USA entwirft sowie die Gemeinsamkeiten und Unterschiede sichtbar macht.

Eintauchen und die Mobilität 2049 selbst mitgestalten: auf der IAA oder per 360°-Video

Teilnehmen am VR-Erlebnis können Interessierte entweder »live« auf dem Stand der ARD im Rahmen der internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) vom 12. bis 22. September 2019 in Frankfurt a.M. oder online auf dem youtube-Kanal des hr. Hier kann jeder anhand eines 360°-Videos in die Mobilitätsszenarien 2049 eintauchen und im Anschluss per Fragebogen sein Feedback geben:

 

»Auf der re:publica haben wir äußerst positive Resonanz von der Besuchern erhalten, die das VR-Erlebnis getestet haben. Für unsere Forschung ist es wichtig, nicht nur Meinungen auf dem Papier zu sammeln, sondern auch zu sehen, wie die Menschen emotional auf die verschiedenen Szeanrien reagieren«, sagt Patrick Ruess, Projektleiter am Fraunhofer IAO und ergänzt: »Auch in den USA sind wir noch bei mehreren Veranstaltungen vor Ort. Zum Beispiel am 18. Juli 2019 bei der Summer Soiree der German American Chamber of Commerce of the Southern U.S. in Atlanta.« Weiterhin sind Präsenzen bei der Popup-Tour des Deutschlandjahrs in Portland von 9. bis 12. Oktober 2019 sowie bei der HubWeek in Boston von 1. bis 3. Oktober 2019 geplant.

Eine Arte-Dokumentation greift die Erkenntnisse aus den Befragungen der Testpersonen sowie der Expertinnen und Experten zum Abschluss der Studie auf und vergleicht diese mit weiteren internationalen Forschungsergebnissen.