Montag, 22.07.2019 / 19:00 - 21:00 Uhr

Paketzustellung nur noch per Drohne?

Die Zukunft der City-Logistik

Verstopfte Straßen, Staus und schlechte Luft: das ist zunehmend Alltag in deutschen Großstädten. Metropolen wachsen rasant und der innerstädtische Verkehr bereitet zunehmend Probleme. Unter die Massen an PKWs reihen sich immer mehr Lieferfahrzeuge, die nicht nur die Geschäfte, sondern auch zunehmend Privathaushalte beliefern. Grund ist das steigende Online-Shopping, das gerade bei Berufstätigen immer mehr Anklang findet. Das erhöhte Aufkommen der Transporter auf den Straßen, aber auch ihre häufigen Stopps in zweiter Reihe, sorgen mit für die angespannte Verkehrslage in den Großstädten.

Vor dem Hintergrund des aktuellen Feinstaubalarms in Stuttgart geraten auch Lieferdienste, Logistiker und Nutzfahrzeuge ins Visier von Bürgern und Politik. Alternativen zum Diesel-getriebenen Transporter und zu längst veralteten Lieferprozessen – also neue Konzepte der City-Logistik - sind notwendig. Erste Ansätze gibt es bereits: In Stuttgart testet das Fraunhofer IAO, wie man auf den letzten Kilometern der Zustellung auf das Lastenrad umstellen kann, ein Essenslieferservice in Stuttgart verwendet E-Bikes, im Sommer fahren Rikscha-Taxis durch die Stadt, die Polizei hat eine E-Bike-Staffel und eine Buchhandlung liefert online bestellte Bücher per Radkurier. Es tut sich also was bei der innerstädtischen Logistik. Allerdings bauen die meisten europäischen und insbesondere deutschen Konzepte auf die Förderung von Elektromobilität. Reicht das aus oder sind radikalere innerstädtische Versorgungs- und Logistikkonzepte notwendig? Wie kann der Verkehr auch bei steigendem Paketaufkommen entlastet und CO2 neutral gestaltet werden? Was können Städte tun und welche politischen Rahmenbedingungen müssen gewährleistet werden, um eine moderne Innenstadtlogistik zu gestalten? Was bedeuten neue Ansätze der modernen Warenbelieferung für unser Einkaufsverhalten?

Diese und andere Fragen werden mit den eingeladenen Experten diskutiert.