Mensch und Produktion  /  Donnerstag, 29.11.2018

Digitalisiert, menschzentriert, umgesetzt!

Industrie 4.0-Projekte erfolgreich durchführen
Foto: Ludmilla Parsyak, © Fraunhofer IAO

Erfahrungen praktischer Anwendungen auf dem Shopfloor des Mittelstands

Wie kann Industrie 4.0 erfolgreich auf dem betrieblichen Hallenboden eingeführt werden? Anhand von Erfahrungsberichten und Vorträgen lernen die Teilnehmenden auf der Veranstaltung »Digitalisiert, menschzentriert, umgesetzt!« verschiedene Anwendungsfälle und Best-Practice-Beispiele aus Industrie und Forschung kennen. Gleichzeitig werden Ergebnisse aus dem vom BMBF geförderten Forschungsprojekt »Migrationsunterstützung für die Umsetzung menschzentrierter Cyber-Physical-Systems (MyCPS)« vorgestellt.

Die fortschreitende Digitalisierung der Produktion sowie produktionsnaher Bereiche bietet produzierenden Unternehmen die Chance, aktuelle und zukünftige Herausforderungen erfolgreich zu meistern und Wettbewerbsvorteile zu generieren. Potenziale dafür bieten unter anderem die Integration von Smart Devices in die Wertschöpfung oder die Kooperation von Mensch und Maschine. Bei der Einführung neuer Anwendungen besteht jedoch die Gefahr, dass ausschließlich technische Fragestellungen berücksichtigt werden. Der nachhaltige und damit erfolgreiche Einsatz der neuen Technologien hängt jedoch maßgeblich davon ab, ob und wie Mitarbeitende bei der Gestaltung und Umsetzung miteinbezogen werden. Für ein Unternehmen stellen sich folgende Fragen:

  • Wie finden wir den geeigneten Industrie 4.0-Anwendungsfall?
  • Wie gehen wir bei der Gestaltung und Umsetzung von Industrie 4.0 vor?
  • Wie binden wir die Mitarbeitenden richtig ein?
  • Welche datenschutzrechtlichen und arbeitswissenschaftlichen bzw. ergonomischen Rahmenbedingungen gilt es zu beachten?

Im Forschungsprojekt »Migrationsunterstützung für die Umsetzung menschzentrierter Cyber-Physical-Systems (MyCPS)« wurde ein Werkzeugkasten zur menschzentrierten Einführung von Industrie 4.0 entwickelt. Dieser unterstützt Unternehmen bei der systematischen Einführung eines auf die individuelle Ausgangssituation und Zielstellung ausgerichteten Anwendungsfalls. Neuartige Werkzeuge und Hilfsmittel helfen, die Anwendungsfälle unter Einbeziehung aller Stakeholder und unter Berücksichtigung gesetzlicher Rahmenbedingungen erfolgreich zu implementieren.

Das Verbundprojekt wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Programm »Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen« gefördert und vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) betreut.

Geschäftsführung und Führungskräfte mittelständischer Produktionsbetriebe sind herzlich eingeladen, auf der Projektabschlussveranstaltung mehr über die Potenziale und Herausforderungen bei der Implementierung von Industrie 4.0-Anwendungsfällen zu erfahren und erfolgreiche Umsetzungsbeispiele aus der Praxis kennenzulernen. Die Teilnehmenden haben zudem die Möglichkeit, die Firma Bitzer Kühlmaschinenbau GmbH zu besichtigen. Die Veranstaltung bietet Raum für die Knüpfung wertvoller persönlicher Kontakte sowie die Teilnahme an spannenden Gesprächskreisen.