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Inklusion in Betrieben – Utopie oder Lösung?

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Inklusion in Betrieben – Utopie oder Lösung? © luckybusiness – Fotolia

Qualifizierungspartnerschaften von Unternehmen und Berufsförderungswerken

Das Recht auf Arbeit gehört in unserer Gesellschaft zur Sicherung der menschlichen Würde. In vielen Lebenssituationen, beispielsweise nach gesundheitlichen Einschnitten, ist der Zugang zur Arbeitswelt jedoch massiv erschwert. Inklusion in Betrieben umfasst die Einstellung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch außerhalb vertrauter Normen. Am Fraunhofer IAO diskutieren Expertinnen und Experten aus Politik, Wirtschaft und Forschung realistische Wege zur Umsetzung von Inklusion in Betrieben.

Die Ratifizierung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung in Deutschland hat viele Initiativen zur Förderung von Inklusion hervorgerufen. Eine dieser Initiativen »Inklusion durch Kooperation«, durchgeführt von den vier Berufsförderungswerken in Baden-Württemberg, gestaltet Qualifizierungsangebote in diesem Sinne. Mit dem Modell der kooperativen Qualifizierung kombinieren Berufsförderungswerke eine prozessorientierte individualisierte Begleitung der Ausbildungsteilnehmenden, beispielsweise über einen verstärkten fachlichen Austausch zwischen Ausbildern in Betrieben und Ausbildern in Berufsförderungswerken. Diese Angebote können nur in enger Abstimmung mit den Betrieben gestaltet werden. Zu berücksichtigen sind dabei ausreichend Raum für betriebsspezifische Ausbildungsinhalte sowie sich verändernde Qualifizierungsanforderungen im Zuge von Arbeit 4.0. Teilnehmende der Qualifizierung erhöhen auf diese Weise ihre Chancen auf eine langfristige Beschäftigung und Betriebe können das praxisnahe Ausbildungsmodell zur Bewältigung von Fachkräftemangel oder zur Erweiterung ihres Personalrekrutierung nutzen.

Neue Wege der Personalgewinnung werden insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) nicht zuletzt als Folge des demografischen Wandels wichtiger. Die Anzahl von Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen einen Zweit- oder Drittberuf in fortgeschrittenem Alter erlernen, nimmt kontinuierlich zu. Die Inklusive Erwachsenenbildung ist jedoch bislang, trotz ihrer wachsenden Bedeutung, nur wenig systematisch untersucht. Das Forum lädt dazu ein, weitere Fragen zu identifizieren und Lösungsansätze voranzubringen.

Inhalte der Veranstaltung:

  • Aktuelle Trends sozialer Innovation – Beispiele für inklusives und exklusives Verhalten in der digitalisierten Arbeitswelt
  • Die Rolle von Berufsförderungswerken als Vorreiter »Inklusiver Qualifizierung von Erwachsenen«
  • Berichte aus der Praxis: Erfahrungen von Unternehmen, Ausbildern und Teilnehmenden an Ausbildungsangeboten
  • Ambulatory Assessment als Methode des prozessorientierten Coachings in der Arbeitswelt

Das Forum richtet sich an:
Mitarbeiter und Entscheidungsträger von Ausbildungsbetrieben und Berufsförderungswerken, Personalleiter von Unternehmen

Termin:
8. März 2017

Veranstaltungsort:
Fraunhofer-Institutszentrum Stuttgart
Nobelstraße 12
70569 Stuttgart

Teilnahmegebühr:
Die Teilnahmegebühr für die Veranstaltung beträgt 195 € pro Person. In der Gebühr enthalten sind die Teilnahme an den Vorträgen, das Mittagessen sowie die Erfrischungen während der Pausen.

Anmeldeschluss:
1. März 2017

Veranstalter:
Verein zur Förderung produktionstechnischer Forschung (FpF) e.V., Stuttgart und
Fraunhofer IAO, Stuttgart

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