Mittwoch, 10.07.2019 - Donnerstag, 11.07.2019

New Mobility Academy

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New Mobility Academy
© F8studio – stook_adobe nadla – iStock – Fraunhofer IAO

Fahrzeugelektrifizierung und -digitalisierung – Vertiefungsmodule

Mit dem Bildungsprogramm »New Mobility Academy« startet das Fraunhofer IAO eine modular aufgebaute Weiterbildungsoffensive, um Unternehmen durch die Vermittlung von Wissen dabei zu unterstützen, den Übergang zur Mobilität der Zukunft zu gestalten. Die Schulungsreihe startet am ersten Tag mit den Modulen »Einfluss der Elektrifizierung auf Fahrzeugkonzepte« und »Ladetechnik und Infrastruktur«. Am zweiten Tag folgen die Module »Einfluss der Digitalisierung auf Fahrzeugkonzepte« und »Innovative Servicedienstleistungen und Geschäftsmodelle rund um das digitale Fahrzeug«.

Der Übergang zu neuen Mobilitätsformen wirft viele Fragen auf. Welche Herausforderungen kommen auf die Transport- und Logistikbranche zu? Wie sehen smarte Dienstleistungen und Geschäftsmodelle rund um das digitale Fahrzeug der Zukunft aus? Außerdem muss bedacht werden, dass ein steigender Mobilitätsbedarf zusätzliche Umsetzungsprobleme mit sich bringt. Die vom Fraunhofer IAO initiierte »New Mobility Academy« bietet transferorientierte und praxisrelevante Schulungslehrgänge an, um die Kompetenz von Geschäftsführern und Ingenieuren aus kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) gezielt in den Bereichen Elektrifizierung, Automatisierung und Vernetzung der Mobilität zu erweitern. Die Qualifizierung zielt darauf ab, den Transformationsprozess des Mittelstands zu unterstützen und dessen Position im sich verändernden Wertschöpfungssystem der Automobilwirtschaft zu stärken.

Das Bildungsprogramm ist modular aufgebaut, jedes Modul kann jedoch flexibel als getrennte Einheit belegt werden. Die eintägigen Veranstaltungen sind für Gruppen bis maximal 15 Personen ausgelegt. Die Schulungsmodule dienen, neben der Vermittlung technischer Grundlagen, der Identifikation von Innovations- und Geschäftspotenzialen für das eigene Unternehmen. Um das theoretische Wissen in die Praxis transferieren zu können, sind neben Fachvorträgen auch Gruppenarbeiten und -diskussionen in das Bildungsprogramm integriert.

Am ersten Veranstaltungstag werden die zeitlich parallellaufenden Module E.2 (»Einfluss der Elektrifizierung auf Fahrzeugkonzepte«) und E.3. (»Ladetechnik und Infrastruktur«) angeboten. Sie umfassen im Wesentlichen folgende Inhalte:

Mittwoch, 10. Juli 2019 | Module E.2 | Einfluss der Elektrifizierung auf Fahrzeugkonzepte | Themenschwerpunkte:

  • Eingrenzung der Begriffe Fahrzeugkonzept und Antriebskonzept
  • Conversion Design vs. Purpose Design
  • Neue Mobilitätsbedürfnisse treiben Innovation in Fahrzeugkonzepten an
  • Hardwarevoraussetzungen für neue Fahrzeugkonzepte
  • Fahrzeugkonzepte über die Grenzen des Pkw hinaus: Mikromobile als Last Mile Lösung
  • Beispiele aus Wissenschaft und Industrie

Oder Mittwoch, 10. Juli 2019 | Module E.3 | Ladetechnik und Infrastruktur | Themenschwerpunkte:

  • Grundlagen der Ladetechnik für Elektrofahrzeuge
  • Ladeverfahren
  • Voraussetzungen von Ladepunkten an Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT)
  • Betreibermodelle
  • Technische und regulatorische Anforderungen
  • Anforderungen an übergeordnete Energiesysteme
  • Grundkenntnisse zur energetischen Anlagenplanung und Energiemanagement-Möglichkeiten
  • Fördermöglichkeiten

Der zweite Veranstaltungstag vermittelt mit den zeitlich parallellaufenden Modulen D.2 (»Einfluss der Digitalisierung auf Fahrzeugkonzepte«) und D.3 (»Innovative Servicedienstleistungen und Geschäftsmodelle rund um das digitale Fahrzeug«) praxisnahes Wissen über automatisiere und vernetzte Fahrzeuge:

Donnerstag, 11. Juli 2019 | Modul D2: | Einfluss der Digitalisierung auf Fahrzeugkonzepte | Themenschwerpunkte:

  • Stufen-Einteilungen automatisierter Fahrzeuge
  • Überblick über rechtliche Rahmenbedingungen des automatisierten Fahrens
  • Notwendigkeit, Anforderungen und technische Einrichtungen des Fahrermonitorings
  • Technische Grundlagen und Anwendungsfälle sowie Grenzen von Sensorsystemen
  • Technische Grundlagen relevanter Komponenten von Aktor-Systemen
  • Technische Grundlagen erforderlicher E/E-Komponenten
  • Funktionsweisen der Regel- und Steuerungs-Algorithmen automatisierter Fahrzeuge
  • Verhaltensweisen automatisierter Fahrzeuge in spezifischen Verkehrssituationen

Oder: Modul D3: | Innovative Servicedienstleistungen und Geschäftsmodelle rund um das digitale Fahrzeug | Themenschwerpunkte:

  • Technische Grundlagen der für die Vernetzung benötigten E/E-Komponenten wie BUS-Systemen und Antennen
  • Technische Grundlagen und Marktprognosen der für die Vernetzung benötigten Infrastrukturen wie bspw. LTE
  • Absicherung vernetzter Fahrzeuge
  • Entwicklungsprämissen digitaler Produktbestandteile wie Software oder HMI-Layouts
  • Technologien und Gestaltung der HMI-Schnittstellen
  • Voraussetzungen, Potenziale und Risiken von Over-the-Air Updates
  • Kundenbedarfe entlang der Customer Journey
  • Akzeptanzbewertung digitaler Geschäftsmodelle

Die New Mobility Academy ist eine Maßnahme der Mittelstandsoffensive Mobilität (MoM) des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau als Teil der »Landesinitiative Elektromobilität III - Marktwachstum Elektromobilität BW« unter der Koordination der Landesagentur e-mobil BW.