PreVilog: Gesunde Arbeitsplätze in der Intralogistik

Können Arbeitsplätze in der Intralogistik gleichzeitig wettbewerbsfähig und ergonomisch gestaltet werden?

PREVILOG: Präventive Prinzipien und Methoden der alterns-und marktgerechten Arbeitssystemgestaltung in der Intralogistik
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PREVILOG: Präventive Prinzipien und Methoden der alterns-und marktgerechten Arbeitssystemgestaltung in der Intralogistik

Heraus­forderung

Viele Arbeitsplätze in der Intralogistik sind für die langfristige Gesundheit nicht förderlich. Lange Wege und hohe Gewichte machen die dort anfallende Arbeit häufig körperlich belastend. Zusätzlich verursachen hoher Flexibilitätsbedarf sowie permanenter Leistungs- und Termindruck Stress. Handlungsspielräume, Lern- und Denkanreize fehlen oft, da zunehmend durch präzise Vorgaben und strikte Kontrollen versucht wird, die geforderte Qualität und Leistung abzusichern. Das macht die Arbeit unattraktiver und verschlechtert die Arbeitsbedingungen.

Da die Leistungsfähigkeit und -bereitschaft der Mitarbeiter untrennbar mit ihrer Gesundheit verbunden ist, wirkt sich die Gesundheit der Mitarbeitenden direkt auf die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens aus. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels gewinnen langfristige Aspekte an Bedeutung. Eine wichtige Zukunftsaufgabe in der Intralogistik ist es demnach, die Mitarbeitenden körperlich und psychisch gesund zu halten, ihre Qualifikation und Leistungsfähigkeit bis ins Alter zu entwickeln sowie sie langfristig motiviert zu halten und an das Unternehmen zu binden. Die Gestaltung der täglichen Arbeit unter gesundheitsförderlichen Gesichtspunkten stellt diesbezüglich eine überaus wirkungsvolle präventive Maßnahme dar. Denn die daraus resultierenden Arbeitsbedingungen wirken sich an jedem Arbeitstag und ein ganzes Arbeitsleben lang auf die Gesundheit aus.

Methodik

Die Analyse-, Planungs- und Bewertungsmethoden der Intralogistik fokussieren sich bisher schwerpunktmäßig auf die Wettbewerbsfähigkeit, Aspekte der Attraktivitäts- und Gesunderhaltung werden dagegen nicht hinreichend berücksichtigt. Die Zusammenhänge zwischen Belastung, Beanspruchung, Erholung und Leistungsvermögen sind für die Arbeitssysteme der Intralogistik nicht ausreichend geklärt und werden daher im Projekt PreVilog untersucht.

Ergebnis

Im Projekt PreVilog wird erstmalig ein Monitoring-System entwickelt, das kurz- und langfristig wirkende gesundheitsgefährdende Belastungen in der konkreten Arbeitssituation sichtbar macht. Darauf aufbauend erarbeiten die Partner im Projekt Vorgehensweisen, Modelle und Methoden für eine präventionsorientierte Ausgestaltung von Anspannungs- und Entspannungsphasen. So soll gesundheitlichen Beeinträchtigungen und einem frühzeitigen Leistungsabfall der Mitarbeitenden entgegengewirkt werden.