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Talent-School © Fraunhofer
Am Fraunhofer IAO entwickelten die Schülerinnen und Schüler einen Prototypen für eine ergonomisch einwandfreie Schultasche. Im Workshop »CSI Stuttgart« am Fraunhofer IGB lösten die Teilnehmenden einen Kriminalfall mithilfe genetischer Fingerabdrücke.

Stuttgarter Fraunhofer-Institute heißen Forschungsnachwuchs willkommen

Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland besuchten vom 17. bis zum 19. März den Fraunhofer-Forschungscampus in Stuttgart. Im Rahmen der jährlichen »Talent-School« boten die dort ansässigen Institute dreitägige Workshops für wissenschaftlich begeisterte und begabte Jugendliche an. Dabei konnten sich die Gäste selbst in verschiedenen Forschungsdisziplinen versuchen und so einen intensiven Einblick in die Welt der Wissenschaft gewinnen.

Einmal im Frühjahr öffnet das Fraunhofer-Institutszentrum Stuttgart mit seinen fünf Instituten seine Türen für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von morgen. Auch in diesem Jahr war das Interesse an der Talent-School wieder groß, sodass die beteiligten Institute zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüßen konnten. »Wir freuen uns sehr, dass wir auch in diesem Jahr fast 100 Bewerbungen für die Talent-School erhalten haben«, sagt Franziska Benke, die am Fraunhofer-Institutszentrum Stuttgart für das zentrale Personalmarketing zuständig ist und die institutsübergreifenden Aktivitäten und Veranstaltungen für Schülerinnen und Schüler koordiniert. Diesmal, bei der mittlerweile neunten Ausgabe der Talent-School, begrüßte Benke insgesamt 40 Teilnehmende aus ganz Deutschland. Ein Schüler nahm sogar die lange Anreise aus Großbritannien auf sich.

Talent-School weckt Interesse an einer Karriere in der Wissenschaft

Die Talent-School richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 bis 13, also an Jugendliche ab 15 Jahren. Die einzige Voraussetzung ist ein starkes Interesse an naturwissenschaftlichen und technischen Themen und im Idealfall eine besondere Begabung in den sogenannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik). »Positiv fällt uns auf, dass das Verhältnis von Mädchen zu Jungen in der Talent-School zunehmend ausgeglichen ist«, erläutert Benke. »Denn leider gelten viele MINT-Berufe immer noch als ›typisch männlich‹ – ein Vorurteil, dem wir bei Fraunhofer aktiv entgegenwirken möchten. Deswegen freuen wir uns, dass wir diesmal sogar etwas mehr Mädchen zu Gast hatten als Jungen«.

Im Mittelpunkt der Talent-School stehen praxisnahe Workshops, die von den Instituten in Kooperation mit der Universität Stuttgart auf dem Stuttgarter Fraunhofer-Campus angeboten werden. Diese werden von den beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern so gestaltet, dass ihre Arbeit den jungen Besuchern auf unterhaltsame Weise nähergebracht wird. Während der Workshops vermitteln sie den Teilnehmenden die notwendigen theoretischen Grundlagen und stehen ihnen bei der praktischen Anwendung des Gelernten mit Rat und Tat zur Seite. Am Ende der drei Tage bei Fraunhofer präsentieren die Jugendlichen ihre Arbeiten und Erkenntnisse aus den Workshops bei einer Abschlussversammlung vor ihren versammelten Eltern und Familien.

Praxisnahe Workshops zeigen die Bandbreite der Forschung bei Fraunhofer

Am Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit »Design Thinking«. Dabei geht es darum, kundenorientiert Innovationen zu entwickeln und dabei die Faktoren Mensch, Technologie und Wirtschaft gleichermaßen zu berücksichtigen. Im Workshop »Prototypenentwicklung der perfekten Schultasche – Gesunder Rücken durch Haltungssensoren« wendeten die Teilnehmenden die Prinzipien des Design Thinking an und entwickelten auf Basis von selbst erhobenen Umfragedaten ein eigenes Prototypenkonzept für eine ergonomisch einwandfreie Schultasche.

Das Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB gewährte seinen Gästen einen Einblick in die Welt der Molekularbiologie. Der Workshop »CSI Stuttgart – Vom genetischen Fingerabdruck zur Täteridentifizierung« bot den Teilnehmenden einen spannenden Kriminalfall, bei dem sie den »Täter« über seinen genetischen Fingerabdruck überführen konnten. Dazu lernten die Schülerinnen und Schüler, wie DNA-Proben – in diesem Fall aus dem eigenen Mundabstrich – entnommen, aufbereitet und ausgewertet werden.

Im Workshop »Chemie in der Galvanotechnik – Zusatzstoffe aus Lebensmitteln verändern die Eigenschaften galvanischer Schichten« des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung IPA beschäftigten sich die Teilnehmenden mit dem Aufbau von Beschichtungen. Dabei beschichteten und untersuchten sie selbst einfache Bauteile unter Verwendung von Zusatzstoffen aus Lebensmitteln wie zum Beispiel Saccharin, Zimtsäure oder Nicotinsäure.

Zu guter Letzt beteiligte sich auch das Institut für Halbleiteroptik und Funktionelle Grenzflächen, eines der Fraunhofer-Partnerinstitute an der Universität Stuttgart, an der Talent School. Im Workshop »Photonik – Auf Fraunhofers Spuren – Optik, Licht und Laser« bauten die Schülerinnen und Schüler ein eigenes Gitter-Spektrometer zur Lichtanalyse und experimentierten mit Polymerfasern sowie mit optischen und optoelektronischen Geräten. Zum Workshop gehörte außerdem ein Besuch im Halbleiteroptiklabor der Universität Stuttgart.

Fraunhofer setzt sich für den Forschungsnachwuchs ein

Über die Talent-School hinaus engagiert sich das Fraunhofer-Institutszentrum Stuttgart in vielfältiger Weise für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, etwa durch eine Schulpartnerschaft mit dem Hegel-Gymnasium in Stuttgart-Vaihingen oder durch das Anbieten zahlreicher Berufsorientierungs-praktika (BoGy) für Gymnasiastinnen und Gymnasiasten. Besonders am Herzen liegt Fraunhofer die Förderung von Frauen in MINT-Berufen. Deswegen nimmt das Institutszentrum auch am bundesweiten Girls‘Day teil und lädt junge Mädchen dazu ein, den Fraunhofer-Campus Stuttgart zu besuchen und die Arbeit der dortigen Institute kennenzulernen. Der nächste Girls‘Day findet bereits am 27. April, für Schülerinnen der Klassen 7 bis 10, statt.

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