Früherkennung von Innovationsfeldern

futureTEX«-Radarsystem
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Radarsystem hilft Unternehmen bei der Suche nach innovativen Technologien

Das vom Fraunhofer IAO entwickelte »futureTEX«-Radarsystem unterstützt Unternehmen dabei, frühzeitig innovative Technologien und neue Anwendungsfelder für ihre Organisation zu finden. Webbrowser ermöglichen unterschiedlichste Auswertungen, die die Unternehmen in ihrer Technologieentwicklung gewinnbringend vorantreiben.

Innovationen und Anwendungsfelder frühzeitig zu identifizieren und zu bewerten, stellt für jedes technologieorientierte Unternehmen eine wesentliche Aufgabe zur Zukunftssicherung dar. Die klassische Recherche im Internet wird durch die große Zahl an irrelevanten Treffern allerdings immer ineffizienter. Die Herausforderung liegt darin, aus der Informationsflut die für das Unternehmen wirklich relevanten Informationen zu filtern. Hier kommt das vom Fraunhofer IAO und dem Sächsischen Textilforschungsinstitut (STFI) entwickelte Radarsystem »futureTEX« ins Spiel.

Individuelle Analyse und Extraktion relevanter Informationen

Bei dem Radarsystem handelt es sich um eine softwarebasierte Methode, die umfangreiche Textmengen individuell für jedes Unternehmen analysiert und relevante Informationen extrahiert. Dazu zählen Inhalte aus Patent- und Fachdatenbanken sowie verfügbare Informationen aus dem Internet und aus unternehmensinternen Quellen. Mit geringen Anpassungen gibt die Methode Antworten auf folgende Fragen:

  • Welche Trends und Einflüsse lassen sich im Unternehmens- und Technologieumfeld identifizieren?
  • Welche Technologien werden in bestimmten Themenfeldern eingesetzt, welche werden entwickelt?
  • Welche Organisationen und Unternehmen setzen diese Technologien ein oder entwickeln sie?
  • Welche Experten gibt es?
  • Welche neuen Anwendungsfelder könnten für uns als Unternehmen interessant sein?

Im Rahmen des Forschungsprojekts »futureTEX« wurde das Radarsystem zunächst für den Themenbereich »Technische Textilien« entwickelt und implementiert. Dieses Themenfeld wird ab Frühjahr 2017 ergänzt um den thematischen Bereich »3D-Druck«.

Radarsystem ganz leicht selbst entwickeln

Interessierte Unternehmen können nach Beantragung der Zugangsdaten mit einem Internetbrowser auf die Plattform zugreifen und entweder vordefinierte Auswertungen verwenden oder eigene Analysen erstellen. Hierbei stehen neben Dokumentlisten auch verschiedene Balken- und Netzwerkdiagramme sowie Radarvisualisierungen zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit zur Bewertung der identifizierten Technologien und Anwendungen. Bei der Methodenentwicklung wurde darauf geachtet, dass Unternehmen mit geringem Aufwand ihr eigenes Radarsystem entwickeln können.