Arbeitswelten der Zukunft im Dialog gestalten

Zweitägige Konferenz präsentiert nationale und internationale Highlights der Arbeitsforschung im Wissenschaftsjahr

Welche Veränderungen bringen die Arbeitswelten der Zukunft mit sich? Antworten auf diese Leitfrage diskutieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Arbeitsforschungstagung 2018 am 4. und 5. Dezember 2018 sowohl in Stuttgart als auch weltweit via Livestreaming bei der konferenzbegleitenden »Virtual World Tour«. Konkrete Lösungen für die Arbeitswelten der Zukunft zeigt zudem eine Ausstellung zahlreicher Projekte aus dem Wissenschaftsjahr 2018.

»Die zentrale Herausforderung der digitalisierten Arbeitswelt ist für mich, dass die Digitalisierung nicht das Handeln der Menschen lenkt, sondern umgekehrt, dass die Menschen die Potenziale der neuen Technologien erkennen, gestalten und nutzen«, sagt Dr. Michael Meister, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung, anlässlich der Arbeitsforschungstagung 2018. Den Schwerpunkt bilden die Themen Arbeitsgestaltung und Mensch-Maschine-Interaktion mit Blick auf die Frage: Wie wollen wir die Arbeit von morgen gestalten?

Mensch-Maschine-Interaktion, Kompetenzmanagement und mehr

Die Bandbreite der Themenbereiche ist immens, da alle Handlungsfelder der Arbeitswelten mit der Digitalisierung in Berührung kommen: die Arbeitsgestaltung betrifft alle Branchen ohne Ausnahme. Das modulare Programm der Arbeitsforschungstagung wird diesem Portfolio durch eine Vielzahl an Impuls- und Diskussionsangeboten im Rahmen der zweitägigen Arbeitsforschungstagung gerecht.

Besonders im Fokus stehen die Themen Mensch-Maschine-Interaktion sowie das Kompetenzmanagement und die Kompetenzentwicklung. »Die größte Herausforderung der Arbeitswelt der Zukunft ist für mich, Infrastruktur und Kompetenzentwicklung so auszubauen, dass die notwendige sozio-technische Kapazität vorhanden sein wird, um im Innovationswettbewerb erfolgreich sein zu können«, betont Prof. Dr. Wilhelm Bauer, Institutsleiter am Fraunhofer IAO.

Expertinnen und Experten blicken im Rahmen der Tagung bei insgesamt 16 Workshop-Sessions auf Aspekte wie die Gestaltung von Arbeitssystemen, arbeitsnahes Lernen und diskutieren Fragen zu Künstlicher Intelligenz und digitaler Lernformate. Besonders anschaulich werden die Arbeitswelten der Zukunft in Lernfabriken wie dem »Future Work Lab« in Stuttgart, welches im Rahmen der Arbeitsforschungstagung vor Ort zur Besichtigung einlädt oder alternativ via Livestream Einblicke im Rahmen der »Virtual World Tour« gewährt.

Sechs Themenbereiche stellen sich im Haus der Wirtschaft vor

Ebenfalls zum Greifen nah werden die Arbeitswelten der Zukunft in der begleitenden Fachausstellung im Haus der Wirtschaft, welche am 4. und 5. Dezember Interessierte einlädt, einen Blick ins nächste Jahrzehnt zu wagen. Die Fachausstellung präsentiert sechs Themenbereiche. Dabei finden Besucherinnen und Besucher zahlreiche anschauliche Exponate, die exemplarisch aufzeigen, wie sich die digitale Arbeitswelt gestaltet. Serviceroboter, welche die Interaktion zwischen Mensch und Maschine neu definieren sind Beispiele, um die Arbeitswelten der Zukunft greifbar zu machen.

Weltneuheit »Virtual World Tour« vernetzt rund um den Globus

Begleitend zur Arbeitsforschungstagung in Stuttgart findet erstmals die »Virtual World Tour« statt. Zwölf Stationen rund um den Globus laden Interessierte von 12 Uhr mittags deutscher Zeit am 4. Dezember bis zwölf Uhr mittags am 5. Dezember ein, internationale Perspektiven der unterschiedlichsten Märkte und Wissenschaftsdisziplinen kennenzulernen. Die »Virtual World Tour« spiegelt die Kernthemen der Workshop-Sessions im Rahmen der Arbeitsforschungstagung in Stuttgart wider. In Summe präsentieren zwölf führende internationale Forschungsorganisationen von Australien über Japan, Taiwan, Südamerika, USA bis nach Europa ihre Sicht auf die Arbeitswelten der Zukunft und stellen aktuelle Forschungsergebnisse vor. Wichtiges Ziel der »Virtual World Tour« ist es, einen Auftakt zu einem verstärkt internationalen Austausch zur Zukunft der Arbeit zu bilden und Bedarfsfelder der Arbeitsforschung in eine internationale Wissenslandkarte zu überführen.

Fraunhofer-Zukunftsbilder: Studie zur Zukunftsarbeit und virtueller Rundgang durch das Future Work Lab

Einblicke in die Arbeitswelten der Zukunft vermitteln zwei Neuheiten im Rahmen der Arbeitsforschungstagung. Im Nachgang der Fraunhofer-Erlebniswelt #Zukunftsarbeit, die im Oktober in Berlin und im November in Brüssel mit interaktiven Exponaten die Zukunftsarbeit in der Produktion und im Gesundheitswesen in den Fokus gestellt hat, erscheint pünktlich zur Tagung die Studie »Arbeitswelten der Zukunft«. Diese präsentiert Umfrageergebnisse zur Zukunft der Arbeit und beschreibt Zukunftsbilder anhand der Demonstratoren der Erlebniswelt. Darüber hinaus stellt die Studie Thesen zur Gestaltung der Zukunftsarbeit vor und postuliert Handlungsfelder für Wirtschaft, Wissenschaft und Politik.

Ebenfalls Premiere feiert die »Google 360°-Tour« durch das Fraunhofer Future Work Lab. Dank der Kooperation mit Google Arts & Culture und mit Unterstützung des BMBF ist es im Rahmen einer »Cardboard-Tour« möglich, das Innovationslabor per App auf dem Smartphone virtuell zu erkunden, als wäre man wirklich dort. Virtuelle Ausstellungen informieren zudem über die Themenbereiche des Labs, wie z.B. die Unterstützung durch digitale Assistenzsysteme.

Somit bietet die Arbeitsforschungstagung zum einen die Möglichkeit, die vielen verschiedenen Aspekte und Projekte der Arbeitswelten der Zukunft nicht nur auf nationaler Ebene kennenzulernen und zu vertiefen, zum anderen dient sie als Austauschplattform für Wissenschaft, Wirtschaft und Politik, um gemeinsam die Weichen für eine menschengerechte Arbeitsgestaltung zu stellen.

Weitere Informationen und Links

Presseunterlagen

Presseinformationen, Fact Sheets, Highlight-Projekte, Zitate und Expertenstimmen zur Arbeitsforschungstagung.

Publikation

Die Publikation »Fraunhofer-Zukunftsbilder« steht online zur Verfügung unter
www.fraunhofer.de/zukunftsarbeit

Fördergeber

Die Veranstaltung wird ausgerichtet vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO und im Rahmen des Projekts »TransWork« vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) betreut.