Chancen­gleichheit erfolgreich umgesetzt

Fraunhofer IAO und IAT der Universität Stuttgart erneut mit Prädikat TOTAL E-QUALITY ausgezeichnet

Das Fraunhofer IAO und das kooperierende Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement IAT der Universität Stuttgart erhalten zum sechsten Mal das Prädikat »TOTAL E-QUALITY« für Chancengleichheit. Die Prädikatsvergabe fand am 27. Oktober 2017 in Gelsenkirchen statt. Die Auszeichnung nahm Jasmin Link, Beauftragte für Chancengleichheit, in Empfang.

Chancengleichheit erfolgreich umgesetzt
Foto: Thomas Range © TOTAL E-QUALITY Deutschland e. V.

Jasmin Link, Beauftragte für Chancengleichheit, nahm das TOTAL E-QUALITY-Prädikat am 27. Oktober in Empfang.

Organisationen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung sowie Verbände, die in ihrer Personal- und Organisationspolitik erfolgreich Chancengleichheit umsetzen, werden mit dem Prädikat TOTAL E-QUALITY ausgezeichnet. Der Name steht für Total Quality Management (TQM), ergänzt um die Komponente Chancengleicht der Geschlechter (Equality).

Für ihr Engagement wurden das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO und das eng kooperierende Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement IAT der Universität Stuttgart bereits zum sechsten Mal in Folge mit dem TOTAL E-QUALITY-Prädikat geehrt. Beide Institute setzen sich für die Chancengleichheit von Frauen und Männern am Arbeitsplatz ein und betreiben eine erfolgreiche und nachhaltige Personalpolitik. So zeugt denn auch die erneute Bewerbung um das TOTAL E-QUALITY-Prädikat nach Angaben der Jury »von einem nicht nachlassenden Engagement des IAO und des IAT in Sachen Chancengleichheit, was sich nicht zuletzt in den steigenden Anteilen weiblicher Führungskräfte widerspiegelt«. In der offiziellen Begründung der Jury heißt es weiterhin: »Als besonders positiv hervorzuheben sind die umfangreichen Möglichkeiten bei der Personalentwicklung, der weitere Ausbau der Angebote im Bereich der Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Familienverantwortung sowie die erfolgreiche und außenwirksame Integration der Genderforschung in das eigene wissenschaftliche Profil«.

Flexibles Angebot für Beschäftigte

Die Auszeichnung nahm die Beauftragte für Chancengleichheit Jasmin Link am 27. Oktober in Gelsenkirchen entgegen. »Ich freue mich sehr, an einem Institut zu arbeiten, das sich gute Chancen im Berufsleben für die dort arbeitenden Frauen und Männer auf die Fahnen geschrieben hat. Es wurde schon viel erreicht. Trotzdem gibt es noch viel zu tun: Weniger offensichtliche Ungleichheiten, wie beispielsweise der bei Frauen wie Männern vorhandene Unconscious Bias sind schwer zu eliminieren. Wenn wir preistragenden Unternehmen mit gutem Beispiel vorangehen, wird sich das auch in der restlichen Gesellschaft widerspiegeln und verändern«, sagt Jasmin Link anlässlich der Preisvergabe. Die Jury überzeugten nicht nur die verschiedenen Instrumente und Konzepte zur Karriereförderung von Frauen und zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie wie zum Beispiel Mentoring- und Förderprogramme, das Angebot betriebsnaher Kinder- und Ferienbetreuung sowie die flexiblen Arbeitszeiten. Gewürdigt wurde vor allem, dass an den Instituten die Themen Chancengleichheit und Gleichstellung von strategischer Bedeutung sind. Das Fraunhofer IAO beteiligt sich an verschiedenen Forschungsprojekten zur Entwicklung von Gleichstellungsmaßnahmen für wissenschaftliche Einrichtungen, beispielsweise im Projekt »Gender und Verwertung«, in dem die Bedeutung der Genderdimension in der Verwertungsforschung untersucht wird.

TOTAL E-QUALITY Deutschland e. V. ist eine Vereinigung von Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Der Verein verfolgt das Ziel, Chancengleichheit zu etablieren und nachhaltig zu verankern. Das Prädikat TOTAL E-QUALITY wird jährlich nach einem umfangreichen Bewerbungsprozess verliehen und gilt jeweils für drei Jahre. Für die Prädikatsvergabe werden nur freiwillige Aktivitäten bewertet, die über die vom Gesetz geforderten Maßnahmen hinausgehen.