Kids Challenge: Ich mach‘ mir die Mobilitätswelt, wie sie mir gefällt!

Fraunhofer IAO lädt Schülerinnen und Schüler ins virtuelle »Open Mobility Studio« ein
Foto: Ludmilla Parsyak © Fraunhofer IAO

 

Fraunhofer IAO lädt Schülerinnen und Schüler ins virtuelle »Open Mobility Studio« ein

Wenn wir über die Mobilität von morgen reden, sollten wir schon heute diejenigen miteinbeziehen, die davon am meisten betroffen sein werden. Mit dem »Open Mobility Studio« startet das Expertenteam »Mobility Innovation« des Fraunhofer IAO daher eine Video-Challenge für Kinder ab sieben Jahren. Gefragt sind Ideen und Lösungen für die Zukunft der Mobilität in (Bewegt-)Bildern.

Perspektivwechsel sind bekanntlich sehr hilfreich, wenn man auf der Suche nach neuen Lösungen in einer altbekannten Problemstellung feststeckt. Besonders spannend wird es, wenn wir die Welt aus Kinderaugen betrachten. Sie decken häufig nicht nur unerkannte Denkfehler im System auf, sondern nehmen auch gern einfach Abkürzungen, die schneller zum Ziel führen oder wandeln auf ganz neuen Pfaden.

Mit frischem Blick und digitalen Mitteln kreative Mobilitätslösungen gestalten

Um Schulkindern bei der Entwicklung und Gestaltung von nachhaltigen Mobilitätskonzepten eine Stimme zu geben, hat sich das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO Beteiligungsformate für die jüngsten Verkehrsteilnehmenden ausgedacht. Ursprünglich als Workshop angedacht, haben die Forschenden aufgrund der aktuellen Coronakrise kurzerhand ein neues Format entwickelt und an den Start gebracht. Um frischen Wind in den Homeschooling-Alltag zu bringen, hat das Forscherteam eine Video-Challenge konzipiert. Mit Hilfe von digitalen Medien können interessierte Schülerinnen und Schüler ihre Ideen und Lösungen zu allgemeinen oder wahlweise ganz konkreten Problemstellungen von Verkehr und Mobilität gestalten. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Grundschulkinder können ihre Konzepte als Bild zu Papier bringen oder auch digital gestalten, Schülerinnen und Schüler aus weiterführenden Schulen, die meist schon über ein eigenes Handy verfügen, sollen ihr Projekt als Video einreichen. Tipps, mit welchen Programmen dies möglich ist, sind in kurzen YouTube-Videos zum Wettbewerb erklärt:

Mobilitätsherausforderungen – von den alpinen Tallagen in Garmisch bis zum Kessel in Stuttgart

Da jede Region oder Stadt in Deutschland mit anderen Problemen rund um Mobilität zu kämpfen hat, variieren die Aufgabenstellungen und Wettbewerbe. Den Anfang macht der Landkreis Garmisch-Partenkirchen, der in dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekt »InnoMobGaPa« gemeinsam mit der Außenstelle des Fraunhofer IAO in Garmisch-Partenkirchen ein innovatives und nachhaltiges Mobilitätskonzept für mehr Lebensqualität aller Bevölkerungsgruppen vor Ort entwickelt. Dabei sollen besonders unterschiedliche Bevölkerungsgruppen in einem partizipativen Prozess an der Ideen- und Lösungsfindung teilhaben, so auch Schülerinnen und Schüler des Landkreises. Bei der »Kessel-Challenge« werden Lösungen für die Stadt Stuttgart gesucht, eine weitere Zielregion ist das Bundesland Baden-Württemberg mit der »Ländle-Challenge«. Die Einreichungen müssen sich aber nicht unbedingt immer auf eine bestimmte Region beziehen, auch ganz allgemeine Konzepte und Lösungen für die Mobilität von morgen sind herzlich willkommen.

Einsendeschluss für die Video-Challenges ist Mitte Mai. Informationen, wo und wie die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler ihre Projekte online einreichen oder hochladen können, sind über den Projektleiter Florian Albert (siehe Kontakt) erhältlich. Auch interessierte Lehrkräfte, Stadtgestalter, Regionalmanager oder andere Akteure, die sich mit ihrer Klasse oder eigenen Challenges aus ihrer Region am Projekt beteiligen möchten, können sich bei Fragen an ihn wenden.