eMobility-Scout

»eMobility-Scout

»Mit dem eFleet-Cockpit begleiten wir die Unternehmen beim digitalen Wandel. Wir überführen die Flotte mit all den sie umgebenden Prozessen von der analogen in die digitale Welt.« Julien Ostermann, Fraunhofer IAO

Keep it simple and smart

Wie integriere ich Elektromobilität effizient in meinen Fuhrpark? Wie reduziere ich den Aufwand bei der Implementierung und Vernetzung von Ladeinfrastruktur? Antworten auf diese Fragen erforscht das Konsortium des Forschungsprojekts »eMobility-Scout«, das sich mit der Konzeption, Umsetzung und Erprobung einer cloudbasierten IT-Lösung für den Betrieb von gewerblichen E-Fahrzeugen beschäftigt.

E-Mobilität bietet für Unternehmen hohe Effizienz- und Einsparpotenziale sowie die Möglichkeit, neue Geschäftsmodelle umzusetzen. Doch in der Praxis gestaltet sich die Integration von Elektrofahrzeugen in den unternehmenseigenen Fuhrpark als besondere Herausforderung. Dieser widmet sich das Projekt »eMobility-Scout«, in dem pragmatische Lösungen für die smarte und simple Umsetzung von Elektromobilität entwickelt und erprobt werden. Der Schwerpunkt liegt auf der Integration von E-Fahrzeugen in bestehende Flotten, um Unternehmen den Einstieg in die Elektromobilität zu erleichtern.

Benutzerfreundlich und wirtschaftlich

»Bei eMobility-Scout werden logistische, wirtschaftliche und ökologische Aspekte für die Entwicklung von Lösungen, die in verschiedenen Anwendungsbereichen gewerblicher Mobilität getestet werden, ganzheitlich betrachtet«, erläutert Julien Ostermann, der das Projekt auf Seiten des Fraunhofer IAO leitet. Zu den weiteren Projektpartnern zählen die Carano Software Solutions GmbH (Konsortialführer), die TU Dresden, die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und die in-integrierte Informationssysteme GmbH.

Beim Projektpartner BVG wird derzeit der Praxistest durchgeführt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der betrieblichen Mitarbeitermobilität und dem Management von Elektromobilität. Die E-Flotte der BVG umfasst bisher insgesamt 100 E-Fahrzeuge sowie die dafür notwendige Ladeinfrastruktur. Erste Erkenntnisse aus dem Praxistest sind bereits sichtbar. »Durch die Poolbildung bei der BVG wurde ein Einsparpotenzial von bis zu 25 Prozent der Fahrzeuge sichtbar «, sagt Heinrich Coenen, Projektleiter Stabsabteilung Geschäftsentwicklung bei der BVG. »eMobility-Scout ermöglicht es dank der intelligenten Planung, die Poolbildung effizient im operativen Fuhrparkbetrieb umzusetzen, ohne dass wir uns um den Ladezustand Sorgen machen müssen.«

Für jede Flotte geeignet: das »eFleet-Cockpit«

Das Kernelement des effizienten Betriebs ist die dynamische Einsatzplanung, der übermittelte Echtzeitdaten von den Fahrzeugen und Ladestationen zugrunde liegen. Im Ergebnis entsteht ein »eFleet-Cockpit«, das Unternehmen einen Überblick über ihre Flotte, deren Ladestand und die Energieflüsse im Unternehmen in Echtzeit bietet. Grundlage dafür ist eine Mobilitäts- Plattform, über die Unternehmen ihre vielfältigen E-Fuhrparks einfach und wirtschaftlich betreiben können und die insbesondere für den Einsatz in heterogenen Fuhrparks geeignet ist. Neben dem Management elektrischer Flotten bietet die IT-Lösung auch Unterstützung beim Auf- und Umbau einer gewerblichen E-Flotte. Über ein Analysetool lassen sich die optimale Fuhrparkgröße und -zusammensetzung, die Anzahl und Art von Ladeinfrastruktur sowie die benötigten Fahrzeuge im laufenden Betrieb ermitteln.

Drei Maximen für den erfolgreichen Betrieb einer E-Flotte

  • Komplexität für den Nutzer reduzieren: eMobility-Scout verbindet in einer Softwarelösung alle relevanten Funktionalitäten vom Management von Fahrzeugen und Ladesäulen bis hin zum intelligenten Energiemanagement.
  • Fahrzeuge als aktive Teile des Energiesystems einbeziehen: eMobility-Scout bindet die E-Flotte in das Gesamtenergiemanagement am Standort ein.
  • Versteckte Potenziale sichtbar machen: eMobility-Scout erkennt durch die Digitalisierung der Flotte unerkannte Einsparmöglichkeiten im Hinblick auf Größe und Struktur des Fuhrparks und ermöglicht so eine kontinuierliche Bewertung des Elektrifizierungspotenzials.