futureTEX-OpenInnovation

futureTEX-OpenInnovation
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Innovationsimpulse für die Textilindustrie

Heraus­forderung

Wie lässt sich Open Innovation systematisch im Innovationsprozess verankern? Im Verbundvorhaben »futureTEX-OpenInnovation« entwickelt das Fraunhofer IAO gemeinsam mit Forschungspartnern Methoden und Werkzeuge für die Textilbranche. Ziel des Projekts ist es, systematisch neue Anwendungsfelder für textile Werkstoffe und Technologien zu erkennen und Methoden zu entwickeln, mithilfe derer mittelständische Unternehmen ihre Innovationspotenziale bewerten und Prozesse offen gestalten können.

Methodik

Für die Entwicklung der Methoden zur Ein- und Weiterführung von Open Innovation wurden bestehende Forschungsergebnisse analysiert und den Bedürfnissen der mittelständischen Unternehmen angepasst. Dazu wurden Breitenumfragen, Veranstaltungsformate und gezielte Experteninterviews durchgeführt und analysiert. Die Forschungsergebnisse wurden in einer Studie veröffentlicht.

Damit die Konzepte für die Verbreitung von Open Innovation für den Mittelstand in der betrieblichen Praxis erfolgreich implementiert werden können, sind flexible Organisationsstrukturen sowie offene, aber zugleich zielgerichtete Kultur- und Führungskonzepte auf Netzwerk- und Unternehmensebene erforderlich. Auf der Basis eines interdisziplinären Dialogs mit den Akteuren der gesamten textilen Wertschöpfungskette werden die entwickelten Lösungen pilothaft umgesetzt.

Ergebnis

Das Verbundvorhaben verfolgt das Ziel, den kreativitäts- und vernetzungsorientierten Open-Innovation-Ansatz speziell für die Textilbranche weiterzuentwickeln.

  • Mit dem OI-readinessCheck ermitteln die Fraunhofer-Technologie-Experten, ob das Thema Open Innovation bei Unternehmen auf fruchtbaren Boden stößt. Anhand von Einzelinterviews mit Kunden, Lieferanten, Kooperationspartnern, Mitarbeitenden und Führungskräften der Unternehmen analysieren die Wissenschaftler systematisch, wie fit die Unternehmen in Sachen offene Innovation sind und wo noch Potenziale liegen. Die anschließende individuelle Analyse zeigt unternehmensspezifische Bedürfnisse und Anwendungsmöglichkeiten von Open Innovation auf.
  • Die Entwicklung eines Radarsystems unterstützt die Unternehmen dabei, softwarebasiert, externe Innovationsimpulse zu identifizieren, zu beobachten und zu bewerten. So können neue Technologien, neue Märkte und Anwendungen, Trends und Anregungen aus anderen Branchen (»Cross Industry Innovation«) sowie allgemeine Trends berücksichtigt werden. Dieses analytische Werkzeug aus den Bereichen Früherkennung und Zukunftsforschung werden zu einem ganzheitlichen systematischen Open-Innovation-Konzept kombiniert und als intelligenter Innovationsmotor dauerhaft in der Textilbranche integriert.
  • Im Rahmen des Projekts wurde die Innovations-Community KompetenzWerkstatt aufgebaut. Die Vernetzung der technischen Textilbranche inklusive des fachlichen Austauschs ist für viele Unternehmen der erste Schritt hin zu einer offenen Innovationskultur. Die einzelnen Veranstaltungen in der KompetenzWerkstatt werden von den Fraunhofer-Experten und den Projektpartnern inhaltlich vorbereitet, die Unternehmen arbeiteten die genannten Themen aus.

Das Verbundvorhaben wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Es ist eines von vier Basisvorhaben innerhalb des Projekts »futureTEX – Ein Zukunftsmodell für Traditionsbranchen in der vierten industriellen Revolution«, welches zu den Gewinnerprojekten im Programm »Zwanzig20 – Partnerschaft für Innovation« des BMBF gehört. Beteiligte Partner des Verbundvorhabens sind neben dem Fraunhofer IAO das Sächsische Textilforschungsinstitut e. V., das Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement IAT der Universität Stuttgart sowie die n3 Data Analysis, Software Development & Consulting GmbH & Co. KG.