Wie sieht das Museum der Zukunft aus?

Heraus­forderung

Wer heute ein Museum besucht, erwartet ein besonderes Erlebnis. Museen sind Teil eines Ökosystems, das sich durch den digitalen Wandel und gesellschaftliche Trends dynamisch weiterentwickelt. Technologische Entwicklungen geben Museen ganz neue Möglichkeiten, ihre Besucherinnen- und Besucher anzusprechen und zu unterhalten sowie ihr Informationsangebot interaktiv, intuitiv und mitreißend zu gestalten.

Das Projekt

Das Fraunhofer IAO und das in Wien ansässige Forschungs- und Beratungsunternehmen MUSEUM BOOSTER haben das Forschungsprojekt »Future Museum« ins Leben gerufen, um gemeinsam mit einem Innovationsverbund, bestehend aus einem exklusiven Kreis von Museen und Zulieferern, die wichtigsten aktuellen Trends für Museen zu identifizieren. Das vorrangige Ziel des zweijährigen Forschungsprojekts ist es, Museen dabei zu unterstützen, relevantes Know-how in den Bereichen Digitalisierung, neue Technologien, Management, Ausstellungsdesign und Visitor Journey zu entwickeln und anzuwenden. Darüber hinaus soll ein Netzwerk aus Museumsmanagern, Experten aus Kultur und Tourismus und anderen Interessensvertretern geschaffen werden.

Methodik

Das Forschungsprojekt »Future Museum« besteht aus drei Phasen:

  • Bestimmung von gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen sowie Identifikation möglicher Verbesserungspotenziale
  • Analyse und Ausarbeitung von möglichen technologischen und organisatorischen Lösungen
  • Erstellung möglicher Zukunftsszenarien für Museen

In den drei Phasen werden insgesamt zwölf Hauptforschungsfragen behandelt, die im Rahmen von sechs Projektmeetings präsentiert werden. Zusätzlich werden zwölf sekundäre Fragen in Form von Reports auf der Intranet-Seite des Projekts hochgeladen.

Um die Partner im Innovationsverbund miteinander zu vernetzen und den Wissenstransfer von der Forschung in die Praxis zu gewährleisten, sind zahlreiche Networking Veranstaltungen sowie Best-Practice-Besuche, Workshops und Vorträge zu den Forschungsergebnissen geplant. Die Erkenntnisse aus dem Projekt für jede der drei Phasen werden in Form von Berichten dokumentiert und auszugsweise veröffentlicht. Trendanalysen, Experteninterviews und Potenzialbewertungen für den Einsatz von Technologien in Museen dienen als Grundlage für die Entwicklung von Zukunftsszenarien für die Branche. Auf Basis der Forschungsergebnisse, Methoden und Werkzeuge können die Projektpartner strategische Handlungsfelder und die Potenziale konkreter Lösungen identifizieren.

Das Fraunhofer IAO übernimmt im Rahmen des Projekts den Hauptteil der Forschungsarbeiten, MUSEUM BOOSTER ist für das Projekt im Allgemeinen zuständig und verantwortet die Koordination des Innovationsverbunds und alle konzeptionellen Aufgaben.