Berufliche Neuorientierung für Beschäftigte der Automobilindustrie und Fachkräftegewinnung für regionale Unternehmen – das ist das Ziel des EU-Projekts »Automotive Cluster Transition Bridge«, das vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, der Robert Bosch GmbH als Konsortialführerin und fünf weiteren Partnern gestartet wird. Insgesamt 2,7 Millionen Euro erhalten die Projektpartner von der EU für ihre Arbeit. Ziel des Projekts ist es, Beschäftigte im Wandel zu begleiten, ihre Kompetenzen sichtbar zu machen und ihnen durch gezielte Qualifizierung sowie individuelles Zusammenführen mit Unternehmen neue berufliche Perspektiven zu eröffnen. Im Projekt übernimmt das Fraunhofer IAO die wissenschaftliche Begleitung und die Entwicklung von Qualifizierungs- und Transformationskonzepten.
Berufliche Neuorientierung und Future Skills der Fachkräfte
Konkret werden im Rahmen der »Automotive Cluster Transition Bridge« Prozesse entwickelt und erprobt, die Beschäftigte der Automobilindustrie bei der beruflichen Neuorientierung unterstützen. Dazu werden bestehende Kompetenzen der Fachkräfte analysiert und künftige Anforderungen der aufnehmenden Branchen erfasst. Zudem zeigt das Projekt individuelle Entwicklungswege auf und verknüpft passgenaue Qualifizierungsangebote mit konkreten Beschäftigungsmöglichkeiten. Das Fraunhofer IAO untersucht, welche Kompetenzen künftig gefragt sind und welche Qualifikationen Beschäftigte für einen erfolgreichen Branchenwechsel benötigen. Darauf aufbauend entwickeln die Forschenden passgenaue Weiterbildungs- und Entwicklungswege für den Übergang in neue Beschäftigungsfelder.
Die »Automotive Cluster Transition Bridge« bringt Unternehmen, Beschäftigte, Arbeitsmarktakteure, Forschungseinrichtungen und Weiterbildungspartner zusammen und stärkt so die regionale Wirtschaft im Strukturwandel. Im Projekt soll zudem ein übertragbares Modell für andere Regionen in Europa entwickelt werden.
Die »Automotive Cluster Transition Bridge« wird über das EU-Programm ESF+ gefördert. Das Projekt ist für zwei Jahre angesetzt und startet offiziell am 1. September 2026. Die Koordination liegt bei der Robert Bosch GmbH. Beteiligte Partner im Projekt »Automotive Cluster Transition Bridge« sind neben dem Fraunhofer IAO die Robert Bosch GmbH, Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH, Agentur für Arbeit Stuttgart, das Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) gGmbH, Landesagentur für neue Mobilitätslösungen und Automotive Baden-Württemberg, e-mobil BW GmbH und Business Upper Austria.
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