Ausgezeichnet wurde das Paper »Toward a Systematic Meta-Classification of Advanced AI and XR Avatars: Bridging Technical, Social, and Ethical Dimensions for Human-Computer Interaction: LAIA²«. Darin stellen die Forschenden Dr. Steffen Braun und David Blank vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO das Modell LAIA² vor. Es hilft dabei, unterschiedliche Arten von Avataren besser zu verstehen und ihren Einsatz in Organisationen verantwortungsvoll zu bewerten.
LAIA² macht Entwicklungsstand von Avataren messbar
LAIA² ordnet Avatare in sieben Entwicklungsstufen ein, ähnlich den SAE-Stufen für autonomes Fahren, von einfachen symbolischen Avataren bis zu komplexen, interaktiven Systemen in Multi-Präsenz. Fünf der Stufen sind bereits mit dem Konzept von AVAs (sogenannten »Added-Value Avatars«) erreichbar, zwei davon liegen aufgrund technologischer Limitationen noch in der Zukunft. So wird heute und in den nächsten Jahren bewertbar, welche technischen Fähigkeiten ein Avatar hat, wie selbstständig er agiert und welche sozialen oder ethischen Fragen beim Einsatz beachtet werden sollten. Der Fokus liegt darauf, eine strukturierte Grundlage für Entwicklerinnen und Entwickler, Forschende und Unternehmen zu schaffen, um Avatare hinsichtlich spezifischer Merkmale zu bewerten, weiterzuentwickeln und ethisch einzusetzen. Dieser Ansatz soll auch zeitnah Richtung Standardisierung und Normung auf nationaler und europäischer Ebene weiterentwickelt werden.