Prognose der Parkhausauslastung auf dem Bildungscampus Heilbronn

Heraus­forderung

Am Bildungscampus in Heilbronn studieren derzeit rund 6500 Studierende – Tendenz steigend. Da viele von ihnen im Umland leben und mit dem Auto nach Heilbronn pendeln, waren die Parkhäuser am Bildungscampus vor der Corona-Pandemie häufig stark frequentiert. Gerade zu Stoßzeiten entwickelten sich längere Warteschlangen vor den Parkhäusern, was zu unnötig hohen Schadstoffemissionen durch Fahrzeugstaus geführt hat. Aufgrund der Corona-Pandemie und des Distanzunterrichts an den Hochschulen bleiben heute die Parkflächen hingegen oftmals ungenutzt. Im Rahmen des Forschungsprojekts wird deshalb die Belegung der Parkhäuser am Campus datengestützt untersucht, um Belegungsmuster zu erkennen, diese so genau wie möglich zu erfassen und ihre zukünftige Entwicklung zu prognostizieren. Die Informationen zur aktuellen und voraussichtlichen Auslastung sollen anschließend den Campus-Akteuren als Informationsservice für die Parkplatzsuche angeboten werden. Zudem sollen basierend auf den Erkenntnissen alternative und flexible Nutzungskonzepte entwickelt werden.

Methodik

Zunächst wird eine Schnittstelle zu den Belegungsdaten der Parkhäuser bereitgestellt. Mittels dieser können die aktuellen Belegungszahlen abgerufen und als Grundlage für ein Prognosemodell gespeichert werden. Im Hintergrund kann ein Prognosemodell, z.B. LSTM, auch unter Einbeziehung weiterer Daten wie des Wetters und regionaler Veranstaltungen trainiert werden. Sobald das Modell solide Ergebnisse erzielt, können die Prognosen als Informationsservice bereitgestellt und beispielsweise in die vom Campus-Management entwickelte Bildungscampus-App integriert werden.

Ergebnis

Die Akteure am Campus können durch die zur Verfügung gestellten Informationen bei hoher Auslastung direkt auf umliegende Parkhäuser oder – noch besser – auf den ÖPNV ausweichen. Dadurch werden unnötige Staus im Parkhaus vermieden. Zudem können durch die genaue Analyse der Stellplatzbelegung neue Nutzungskonzepte für freie Flächen entwickelt werden.