Hybride ProduktionssystemeFraunhofer IAO There are no translations available.
Wertschöpfung durch WandelWie viele Elektroautos werden wir in den nächsten zehn oder zwanzig Jahren auf deutschen Straßen sehen? In Europa und überall auf der Welt? Wie viele davon werden noch von einem Verbrennungsmotor angetrieben und wie viele von einer Batterie oder sogar von Brennstoffzellen? Zahlreiche Szenarien aus Wissenschaft und Wirtschaft zeichnen die zukünftige Entwicklung des elektromobilen Verkehrs vor. Die Bandbreite möglicher Entwicklungen ist allerdings ausgesprochen hoch. Genau diese Volatilität zukünftiger Szenarien muss von den Akteuren der automobilen Wertschöpfungskette gelöst werden. Mit dem Konzept »hybrides Produktionssystem« des Fraunhofer IAO können Unternehmen ihre Produktions- und somit Beschäftigungskonzepte derart wandlungsfähig gestalten, dass sie unterschiedliche Antriebskonzepte in schwankenden Stückzahlen abbilden können.Die Elektro-Ära: Ziel und Herausforderung zugleichDie Bundesregierung hat im Jahre 2009 die Zielsetzung von einer Million in Deutschland zugelassener Fahrzeuge mit elektrifizierten Antriebskomponenten bis 2020 ausgegeben. Soll dieses Ziel Realität werden, so bedeutet dies, dass bei einer Importquote von rund 30 Prozent die Produktion von Fahrzeugen mit konventionellem Antriebsstrang sich um ca. 700 000 Einheiten verringern wird. Andererseits ist es absehbar, dass mit Elektrofahrzeugen neue Wertschöpfung und damit Arbeitsplätze entstehen können. Vor diesem Hintergrund müssen Automobilhersteller und -lieferanten sich bereits heute die Frage stellen, in welchem Maße sich die Elektrifizierung des Antriebsstrangs auf ihre Produkte und Prozesse auswirkt und wie sie diesen Wandel erfolgreich und wirtschaftlich begleiten können.Auswirkungen der Elektromobilität auf die automobilen ProduktionssystemeDer Technologiewandel hin zur Elektromobilität wird durch den Wegfall bzw. die starke Modifizierung herkömmlicher und die Einführung neuer Komponenten charakterisiert sein. Somit wird der Aus- und Eintritt bestehender bzw. neuer Lieferanten unvermeidbar. Die Veränderung des Produktportfolios entlang der Wertschöpfungskette wird sich entsprechend auf die Technologien, Fertigungszeiten, Förder- und Handlingtechnik, Mitarbeiteranzahl und -qualifikation ihrer Akteure auswirken. Nur wenn es Unternehmen gelingt, anhand einer methodischen Vorgehensweise ihre heutige Position unter Betrachtung der zuvor genannten Aspekte zu bewerten und Wandlungspfade zu erschließen, werden sie in der Lage sein, ihre Zukunft in einer zunehmend elektrifizierten Antriebswelt zu sichern.LeistungenUm Produktionswerke auf dem Weg hin zur Elektromobilität wandlungsfähig zu gestalten, bietet das Fraunhofer IAO ein umfassendes Konzept an, das folgende Bausteine umfasst:
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