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    Kathrin Pollmann

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NeuroLab Foto: Ludmilla Parsyak, © Fraunhofer IAO

Bei neuen technologischen Entwicklungen für unsere digitalisierte Arbeitswelt sollte vor allem der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Anforderungen im Zentrum der Betrachtung stehen. Nur wenn wir die menschlichen Bedürfnisse und Anforderungen verstehen, können wir Mensch-Technik-Systeme gestalten, die Mehrwert bringen, benutzerfreundlich sind und mit denen die Arbeit Spaß macht.

Im Neurolab des Fraunhofer IAO kommen (neuro-)physiologische Methoden zum Einsatz. Diese helfen dabei, mehr über die Erlebniswelt des Menschen während der Interaktion mit Technik zu erfahren. Anhand der Aktivierungsmuster im Gehirn können verschiedene mentale und emotionale Zustände des Nutzers erfasst werden, die im Arbeitskontext relevant sind, wie z.B.

  • Fühlen sich die Nutzer bei der Techniknutzung wohl oder sind sie gestresst?
  • Wie hoch ist die kognitive Belastung während der Arbeitstätigkeit?
  • Wie gut ist die Konzentrationsleistung?
  • Führt der Umgang mit neuen digitalen Arbeitsmitteln zur gewünschten Produktivitätssteigerung oder nur zu schlechter Laune?

Zur Untersuchung dieser und ähnlicher Fragestellungen kommen folgende Messverfahren zum Einsatz:

  • Elektroenzephalographie (EEG) zur Erfassung der elektrischen Aktivität im Gehirn
  • funktionale Nahinfrarotspektroskopie (fNIRS) zur Messung des Sauerstoffgehalts in den Blutgefäßen im Gehirn
  • Elektrokardiographie (EKG) zur Bestimmung der Herzrate
  • Elektrookulographie (EOG) und Elektromyographie (EMG) zur Erfassung von Muskelaktivität und Augenbewegungen

Die (neuro-)physiologischen Verfahren werden – abhängig von der jeweiligen Fragestellung - durch Daten aus subjektiven Befragungen oder Verhaltensbeobachtungen ergänzt, um ein möglichst vollständiges Bild der Erlebnisse, Empfindungen und Bedarfe der Nutzer zu erhalten. Anhand dieser Information über den Nutzer können wir Mensch-Technik-Systeme nachhaltig verbessern und noch besser auf individuelle Bedürfnisse abstimmen.

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