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    Jochen Günther

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Wissensmanagement mit social Media © SemA - Fotolia.com

Paradigmenwechsel im Wissensmanagement

Flexibilität, Technikbeherrschung und Lernfähigkeit sind wichtige Herausforderungen, denen sich Unternehmen heute stellen müssen. Um sich in einer global vernetzten Wirtschaftswelt, die von kurz- lebigen Trends und ständigem Wandel geprägt ist, zu behaupten, sind darüber hinaus neue Wege und Alternativen nötig. Besonders in den Bereichen Wissenssicherung und -generierung müssen Unternehmen schnell reagieren können: Begriffe wie »Social Software« und »Web 2.0« haben in diesem Zusammenhang via Wiki, Blog und Communities längst Einzug in den Arbeitsalltag gehalten.

Doch oftmals herrscht in den Unternehmen ein diffuses Bild bezüglich der Erfolgsfaktoren für eine Umsetzung von Social Software für das Wissensmanagement. Viele sind zunächst unsicher, ob und in welchem Ausmaß überhaupt konkreter Handlungsbedarf besteht. Social Software darf auch nicht allein aus technologischer Sicht betrachtet werden: Die Umsetzung erfordert die Berücksichtigung organisatorischer Handlungsfelder. Es entstehen neue Anforderungen an Arbeits- und Führungskräfte, Organisations- und Kommunikationsstrukturen müssen bei Bedarf angepasst werden.

Was ändert sich durch Social Software?

Die über Social Software von den Mitarbeitern erstellten Inhalte sind meist offen zugänglich und permanent sichtbar. Gleichzeitig wird der Austausch zwischen den Mitarbeitern und deren Output dokumentiert. Damit kann der Kommunikations- und Erstellungsprozess von Wissen auch von zunächst unbeteiligten Lesern nachvollzogen werden. Informationen werden auf diese Weise verdichtet und unternehmensweit bzw. für die beteiligte Gruppe verfügbar gemacht. Dies ist gerade in großen Unternehmen ein Vorteil, da es für die Mitarbeiter mit zunehmender Unternehmensgröße schwieriger wird, an benötigte und im Unternehmen vorhandene Informationen außerhalb ihres eigentlichen Arbeitsumfelds zu gelangen. Der Erfolg von Internetanwendungen wie z.B. Wikipedia zeigt das mögliche Potenzial dieser Anwendungen auf.

Herausforderungen und Erfolgsfaktoren

Die Bereitschaft der Mitarbeiter, ihr Wissen preiszugeben, aber auch die Fähigkeit, bereitgestelltes Wissen für die Realisierung betrieblicher Ziele zu finden und zu nut-zen, ist ein Schlüssel zum Erfolg des Wissensmanagements. Gerade bei Social Software bildet der »user generated content«, also diejenigen Wissensinhalte, die durch die Teilnehmer selbst erzeugt werden, den wesentlichen Inhalt. Organisatorische Einflussfaktoren und bereitgestellte Anreize beeinflussen dabei die Bereitschaft zur Mitwirkung am Wissenstransfer. Oftmals verhindert aber die konkrete Situation in Unternehmen den erfolgreichen Wissensaustausch, da z.B. eine von starker Hierarchie und von internem Konkurrenzdenken geprägte Unternehmenskultur einen offenen Gedankenaustausch unterbindet. Damit der Wissenstransfer über Social Software funktioniert, kommt es daher darauf an, durch die gezielte Veränderung der betrieblichen Situation die individuelle Bereitschaft zum Wissensaustausch zu fördern.

Workshop-Konzept des Fraunhofer IAO

Um Unternehmen in dieser kritischen Phase der Einführung von Social Software zu unterstützen, hat das Fraunhofer IAO ein mehrstufiges Workshop-Konzept erstellt. In drei aufeinander folgenden Workshops klären wir gemeinsam mit Ihnen Ausgangsvoraussetzungen, mögliche Einsatzfelder und Herangehensweisen an das Thema »Social Software«. Dabei greifen wir auf den von uns entwickelten »Social Enterprise Check« zurück. Hierbei handelt es sich um eine werkzeuggestützte Befra-gung, die auf wissenschaftlicher Basis eine genaue Bewertung der Ausgangssituation im Unternehmen hinsichtlich Unternehmens- und Teamkultur sowie Vorausset-zungen und Einstellungen auf Ebene des Mitarbeiters ermöglicht.

Als Ergebnis des Workshops erhalten Sie einen individuellen Überblick über Ihre Ausgangssituation hinsichtlich des Einsatzes von Social Software für das Wissensmanagement sowie Empfehlungen über umzusetzende Maßnahmen für eine erfolgreiche Einführung und Umsetzung. Gerne unterstützen wir auf Wunsch im Anschluss der Analyse auch bei der Auswahl und Implementierung entsprechender Social Software-Anwendungen.

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