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Intelligent Planen

Demonstrator für wissensbasierte und parametrische Planungsprozesse

Die Vision für die Baubranche – Das Szenario »Parametric Age 2020«

Das innerhalb des Innovationsnetzwerks »Future Construction« (FUCON) entwickelte Szenario »Parametric Age 2020« zeigt die Chancen und Perspektiven für das Bauen der Zukunft auf. Diese Vision integriert jedoch nicht nur zukunftsweisende Materialien oder Bauweisen, sondern auch ganzheitlich neue Prozesse und Verfahren für den gesamten Lebenszyklus von Gebäuden.

Das Bauen der Zukunft sieht eine vollständig digitalisierte und konsistente Prozesskette vor, in der alle planungsrelevanten Informationen bereits erfasst und in der Planungssoftware in Form von Parameterkatalogen integriert sind.

Wissensbasierte Planung

Gebäude werden heute als Systeme aus vielen vernetzten Planungsgrößen aufgefasst. Alle Informationen von Materialeigenschaften über Fertigungsvorgaben bis zu Standortparametern sind miteinander verbunden und bedingen sich zum Teil wechselseitig.

Die frühzeitige Integration dieser Parameter bietet die Möglichkeit, unterschiedliche Entwurfsprozesse zu simulieren, visuell zu prüfen und auf ein Optimum bezüglich Planungssicherheit hin zu modellieren. Der Demonstrator erlaubt einen Echtzeit-Dialog zwischen Planer und Gebäude in einer virtuellen Umgebung, bei dem alle Planungsziele gleichermaßen berücksichtigt werden. Der Parametric Demonstrator ist in Zusammenarbeit mit Aedas | R&D entstanden und stellt einen aktuellen Forschungsschwerpunkt des Innovationsnetzwerks FUCON dar.

D as FUCON-Zukunftsbild »Intelligent Planen im Jahr 2020«

»Es war einfach genial,« erzählt der junge Projektmanager Vincent seiner Freundin Anja über die Erfahrungen zur Planung des neuen Firmengebäudes seines Unternehmens. »Die Präsentation fand in einer virtuellen Umgebung statt, in der man sich in der digitalen Projektion des 3-D-Modells der Planer frei bewegen kann.« »Diese Technik gibt es doch schon eine Weile,« unterbricht ihn Anja. »Warte ab, das ist ja noch lange nicht alles,« erwidert Vincent.

»Der Clou kommt erst noch. Zu Beginn spielten die Planer mit uns einige Szenarien durch, bei denen sich die Raumgrößen an die Verhältnisse der Nutzungsprofile anpassten. Je nachdem, ob z.B. Forschungslabor oder Büroraum ändert sich deren interne Anordnung und Verknüpfung untereinander. Und du kannst nicht nur an den Parametern drehen, da sind die schon viel weiter! Beim quasi schon »Post-Parametrischen Entwerfen« führst du mit deiner Planung einen Dialog, bis das Optimum erreicht ist. Die Echtzeit-Simulation ermöglicht die direkte Überprüfbarkeit, so wird das Entwerfen am Computer zum ersten Mal richtig berechenbar!

So konnten wir unter der Anleitung des Planer-Teams die Varianten, welche uns hinsichtlich Performance, Wirtschaftlichkeit und Prozessoptimierung am ehesten zusagten, auswählen und gegeneinander abgleichen.

Und als ob das nicht schon genügen würde, wollte meine Chefin auch noch mit entwerfen. Sie konnte ihre Ideen ganz einfach über das Planungswerkzeug in Echtzeit einbringen und wir staunten alle nicht schlecht über das finale Ergebnis.

Nicht zuletzt ist dank der durchgängigen Digitalisierung der nachfolgende Ausführungsprozess ein Leichtes, da automa-tisierte Fertigungsverfahren im Werk wie auf der Baustelle sich positiv auf die gesamte Bauphase auswirken.« »Das hört sich ja total spannend an! Aber wenn ihr das schon fast selbstständig gemacht habt, werden dann Planer und Architekten in Zukunft nicht überflüssig?«, fragt Anja. »Auf keinen Fall«, antwortet Vincent, wir hatten zwar unsere Hände im Spiel, aber die Modelle müssen ja erstmal generiert, parametrisiert und entwickelt werden. Zudem ist das fachliche Wissen aller Beteiligten gerade in diesem Prozess unglaublich wertvoll. Es vereinfacht die Zusammenarbeit während des gesamten Prozesses deutlich und erlaubt komplett neue Handlungsspielräume für Architektur und Stadtplanung.«

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