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SONIA Soziale Inklusion durch technikgestützte Kommunikationsangebote im Stadt-Land-Vergleich Quelle: basierend auf CareBW, nubedian GmbH

Tablet-PCs schaffen im Quartier »Rauner« in Kirchheim/Teck mehr Lebensqualität im Alter

Wie kommunikationsunterstützende Technologien die Lebensqualität älterer Menschen verbessern können, erprobt das Fraunhofer IAO momentan im Projekt »SONIA« in Kirchheim unter Teck. Im dortigen Quartier »Rauner« treten Seniorinnen und Senioren mit einer eigens dafür entwickelten Tablet-Plattform miteinander in Kontakt.

Das Verbundprojekt SONIA (Soziale Inklusion durch technikgestützte Kommunikationsangebote im Stadt-Land-Vergleich) möchte mittels kommunikationsunterstützender Technologien die gesellschaftliche Teilhabe älterer Menschen erhöhen. Virtuelle Kommunikations- und Interaktionsmöglichkeiten sollen so die Gemeinschaft wohnortnah stärken. Denn das unmittelbare Wohnumfeld wird für die selbstständige Lebensführung und das individuelle Wohlbefinden immer bedeutsamer.

Persönlicher Kontakt wird erleichtert

Die im Projekt durchgeführte Bedarfsanalyse im Quartier Rauner in Kirchheim unter Teck zeigt ein eindeutiges Ergebnis: Ältere Menschen wünschen sich »ein Miteinander, Begegnung und Informationen«. Ausgehend von diesem Ergebnis erfolgte die Konzeption einer geeigneten Tablet-Oberfläche. Mit dieser SONIA-Plattform wurde ein »Raum des Austauschs« für Seniorinnen und Senioren bereitgestellt, der das gemeinschaftliche Miteinander unterstützt. Die Plattform ermöglicht es, per E-Mail, Chat oder Skype persönliche Kontakte zu knüpfen, im Veranstaltungskalender aktuelle Quartiersaktivitäten zu kommunizieren und an einem virtuellen schwarzen Brett Hilfsangebote sowie gemeinsame Aktivitäten untereinander auszutauschen.

Der virtuelle »Raum des Austauschs« ist eng an lokale Strukturen, Gruppen und Organisationen gekoppelt. Dies gewährleistet zum einen die Verankerung der Angebote der Plattform im Lebensalltag der Seniorinnen und Senioren und somit eine entsprechende Identifikation. Zum anderen kann so das Angebot nach Abschluss des Projekts im regionalen Umfeld weitergeführt werden. Eingebunden sind die Aktivitäten in quartiersbezogene Versorgungsstrukturen im Rauner mit einem Bürgertreff und einem Quartiersmanagement.

Vom virtuellen Kontakt zur realen Begegnung

Im Quartier Rauner sind 37 Seniorinnen und Senioren zwischen 60 und 80 Jahre aktiv, zum Teil ohne jede Vorerfahrung mit PC oder Tablet. Vor allem der Chat und das schwarze Brett zum Austausch und zur Verabredung für gemeinsame Aktivitäten erfreuen sich großer Beliebtheit. Die Aktivitäten reichen vom virtuellen »Schwätzchen« per Chat über interaktives Kuchenbacken und anschließender Verköstigung bis hin zur gegenseitigen Unterstützung beim wöchentlichen Einkauf.

Das Projekt wird vom Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg gefördert. Weitere Projektpartner sind die Hochschule Furtwangen (HFU), das Entwicklungszentrum »Gut altwerden«, die Paul-Wilhelm von Keppler Stiftung, das Geriatrische Zentrum der Universität Tübingen und das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI.

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