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Studie ermittelt Best Practices sowie Erfolgsfaktoren für »Alternsgerechtes Arbeiten«

Mit dem Ziel, dem Mittelstand konkrete Handlungsempfehlungen für ein alternsgerechtes Arbeitsumfeld an die Hand zu geben, initiiert das Fraunhofer IAO im Auftrag des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg die Studie »Alternsgerechtes Arbeiten«. Diese Studie ist damit Teil des Arbeitsprogramms der Allianz für Fachkräfte Baden-Württemberg unter Leitung des Ministeriums. Im April 2013 startet ein Online-Assessment hierzu.

Der demografische Wandel bringt für den Mittelstand absehbare Herausforderungen mit sich, denn Belegschaften werden aufgrund des erhöhten Renteneintrittsalters immer älter. Wie können Unternehmen aus der demografischen Herausforderung eine demografische Chance machen? Wie gelingt es, die Beschäftigungsfähigkeit zu erhalten und gleichzeitig die vielfältigen Potenziale der bestehenden Belegschaft auszuschöpfen?

Die Antwort klingt zunächst simpel: Indem sie diese körperlich und geistig fit halten. Beides hängt stark von der täglichen Arbeitsumgebung ab. Sie hat entscheidenden Einfluss auf unterschiedliche Schlüsselfaktoren wie körperliche Belastungen, den individuellen Aktionsradius, das Ausmaß an Veränderung und deren positive Bewältigung, das Angebot von Lernanreizen und Lernmöglichkeiten, die soziale Einbindung und damit auch die Motivation und Sinnstiftung in der Arbeit.

Der Blick in aktuelle Fachveröffentlichungen, Bildungsangebote oder Personal-Konferenzen erweckt den Eindruck, dass Allheilmittel gegen den drohenden Fachkräftemangel läge in der verstärkten Rekrutierung Jüngerer. Dabei ist es ebenso wichtig, sich dem weit größeren Teil der Belegschaft zuzuwenden: denjenigen, die bereits im Unternehmen tätig sind und dies noch viele Jahre sein werden.

Um diese Lücke zu schließen, forscht das Fraunhofer IAO im Auftrag des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg nach guten Beispielen für ein alternsgerechtes Arbeiten. Um ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das die Beschäftigungsfähigkeit erhält und die Potenziale der Mitarbeitenden nutzt, müssen Unternehmen neben der Arbeitsorganisation und der Gesundheitsprävention Themen wie Personalentwicklung, Weiterbildung und Wissensmanagement berücksichtigen. Die IAO-Wissenschaftler untersuchen daher Best Practices sowie deren Erfolgsfaktoren. Diese bereiten sie in der Studie so auf, dass sie als »Beispiele guter Praxis« auch in andere mittelständische Betriebe übertragbar sind.

Zum Auftakt der Forschungsarbeiten fand bereits im Februar am Fraunhofer IAO in Stuttgart zusammen mit dem Ministerium sowie Mitgliedern der Allianz für Fachkräfte Baden-Württemberg eine konstituierende Sitzung statt. Im zweiten Schritt startet das Fraunhofer IAO im April eine systematische Erhebung von Beispielen guter Praxis in mittelständischen Betrieben. Die Unternehmen haben dann die Chance, an einem Online-Assessment teilzunehmen und anhand einer Selbsteinschätzung herauszufinden, welche Gestaltungsbereiche sie anpacken müssen und welche Maßnahmen sich dafür anbieten. Wer dabei gut abschneidet, hat die Chance, mit seinem Unternehmen prominentes Best Practice-Beispiel zu werden. Denn die überzeugendsten Initiativen und Maßnahmen werden im Herbst 2013 durch Vor-Ort-Besuche aufgenommen und in zentralen Informationsmaterialien der Studie einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

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