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KapaflexCy Foto: Bernd Müller, ©Fraunhofer IAO

Produktivität und Mitarbeitermotivation durch selbstorganisierte Kapazitätssteuerung

Im Forschungsprojekt »KapaflexCy« wird eine selbstorganisierte Steuerung entwickelt, die es Unternehmen erlaubt, ihre Produktionskapazitäten unter direkter Beteiligung der ausführenden Mitarbeiter hochflexibel, kurzfristig und unternehmensübergreifend zu steuern.

Als qualitativ hochwertiger Produktionsstandort besitzt Deutschland die herausragende Stärke, technisch anspruchsvolle Produkte schneller und zuverlässiger als weltweite Wettbewerber herzustellen. Voraussetzung hierfür ist höchste Flexibilität – sowohl der Produktionsanlagen als auch des eingesetzten Personals. Eine schlanke Produktion am Puls des Kunden erfordert es deshalb, den flexiblen Personaleinsatz möglichst echtzeitnah zu steuern.

Um die Produktionskapazitäten kurzfristig, hochflexibel und unternehmensübergreifend zu steuern, wird im Forschungsprojekt »KapaflexCy« unter der Führung des Fraunhofer IAO eine selbstorganisierte Kapazitätssteuerung entwickelt. Sie soll es Unternehmen erlauben, ihren ausführenden Mitarbeitern mehr Selbstverantwortung zu geben, indem sie sich bei Entscheidungen direkt beteiligen können, ohne einen Mittler zwischenzuschalten.

Durch mobile Endgeräte und ein neu zu entwickelndes Cyber-Physikalisches System (CPS) werden die heute üblichen vertikalen Anweisungskaskaden »von oben nach unten« durch horizontale Entscheidungen in und zwischen Arbeitsgruppen ersetzen. Das CPS liefert hierfür in Echtzeit Informationen über das Produktionsumfeld und lernt typische Anforderungssituationen sowie die hierzu passenden Kapazitätsprofile. Diese Informationen stehen dann über Social Media Funktionen für die Mitarbeiter zur Verfügung. Die Zeit, die ursprünglich durch manuelle, meist mündliche Abstimmung mit dem Team- oder Schichtleiter benötigt wurde, kann somit effizient für den Produktionsprozess genutzt werden. Die Reaktionszeit bei schwankender Auftragslage wird verkürzt, der Aufwand für die Personaleinsatzplanung reduziert und unproduktiver Leerlauf vermieden.

Um »KapaflexCy« erfolgreich umzusetzen, arbeiten im Projekt zehn ausgewählte Partner aus Forschung und Industrie zusammen . Das Projekt wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmenkonzept »Forschung für die Produktion von morgen« gefördert und vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) betreut. Es leistet einen Beitrag zum Zukunftsprojekt »Industrie 4.0« der Bundesregierung.

Aktuelle Informationen und Zwischenergebnisse des Projekts sind in Kürze unter www.kapaflexcy.de sowie unter www.iao.fraunhofer.de zu finden.

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