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dbb INNOVATIONSPREIS 2012

Datenaustausch zwischen Wirtschaft und Verwaltung einfach, sicher und effizient gestalten

Mit dem Ziel, Meldevorgänge zwischen Unternehmen und Behörden zu vereinfachen, hat das Fraunhofer IAO gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Verwaltung im Projekt P23R einen Prozess-Daten-Beschleuniger entwickelt. Der dbb beamtenbund und tarifunion hat P23R für Innovationen im öffentlichen Dienst mit dem Innnovationspreis 2012 ausgezeichnet.

Wie kann man einen sicheren und schnellen Datenaustausch zwischen Unternehmen und Behörden gewährleisten und so gesetzliche Meldepflichten vereinfachen? Grundlagen für die Gestaltung medienbruchfreier Meldeprozesse zwischen Wirtschaft und Verwaltung erarbeitete ein interdisziplinäres Team im Projekt »P23R« unter der Federführung der Fraunhofer-Gesellschaft im Auftrag des Bundesministeriums des Innern. Die erfolgreiche Projektarbeit wurde nun mit dem diesjährigen dbb Innovationspreis belohnt. Die Auszeichnung, die mit 50 000 Euro Preisgeld zu den höchst dotierten Awards in Deutschland zählt, hat der dbb beamtenbund und tarifunion für innovative Verwaltungsideen und -projekte ins Leben gerufen.

»Als elektronische Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Verwaltung vereinfacht P23R komplexe Verwaltungsprozesse erheblich. Die Daten aus beiden Bereichen können damit medienbruchfrei zusammengeführt und weiterverarbeitet werden. P23R hilft also nicht nur dabei, komplexe Verwaltungsprozesse zu beschleunigen, sondern auch die Verwaltungskosten zu minimieren. Der Prozessdatenbeschleuniger ist also eine echte Verwaltungsinnovation«, sagt dbb Bundesvorsitzender Peter Heesen.

Aktuell bestehen in Deutschland für Unternehmen mehr als 10 000 Meldepflichten, die zu einer jährlichen Belastung von knapp 40 Milliarden Euro auf Seiten der Wirtschaft führen. Durch den Einsatz von P23R sollen sich die Aufwände sowohl für die Unternehmen, aber ebenso für die Verwaltung reduzieren. Das vom Projektteam entwickelte P23R-Prinzip sorgt für den einfachen, sicheren und schnellen Datenaustausch zwischen Unternehmen und Behörden. Es beinhaltet ein Infrastrukturkonzept, auf dessen Grundlage Unternehmen ihre gesetzlichen Meldepflichten in einer abgesicherten Umgebung effizient erfüllen können.

Das Fraunhofer IAO war federführend verantwortlich für das Arbeitspaket »Methoden zur Gestaltung und Umsetzung von Prozessketten«. Besonders wichtig sind dabei Prozessbibliotheken und -landkarten sowie der »Methodenleitfaden Online«. Einzelne Module des Methodenleitfadens richten sich an Entscheider und Experten, die an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Verwaltung wirken und unterstützen diese in ihren vielfältigen Analyse- und Gestaltungsaufgaben.

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