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    Claudia Garád

    Marketing und Kommunikation

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    Fraunhofer IAO
    Nobelstraße 12
    70569 Stuttgart, Germany

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Zentrum für Virtuelles Engineering (ZVE)
Am Montag, 16. November 2009, findet im Beisein von 100 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft die feierliche Grundsteinlegung für den Neubau des Fraunhofer IAO statt. Auf vier Ebenen und ca. 3100 qm entstehen hier zukunftsweisende Labors und Arbeitsumgebungen.

Stuttgart als Zentrum für Innovationen und Spitzenforschung im Bereich des Virtuellen Engineering in Baden-Württemberg – diese Vision setzt das Fraunhofer IAO mit seinem imposanten Neubau in die Realität um. Das »Zentrum für Virtuelles Engineering – Haus der Wissensarbeit ZVE« wird eine Plattform für die Erforschung, Entwicklung und Erprobung von Virtual Reality-Technologien und innovativen Arbeits- und Bürokonzepten. Finanziert wird das 14 Millionen-Projekt von Bund und Land. Die Fertigstellung des Gebäudes ist für Sommer 2012 geplant.

Von Anfang an waren Experten des Fraunhofer IAO in interdisziplinären Projektteams mit erfahrenen Architekten und Fachplanern an der Konzeption und Umsetzung des Neubaus beteiligt. »Unser wissenschaftliches Know-how in den Bereichen Virtual Engineering und Workspace Innovation fließt kontinuierlich in die Gestaltung unseres Institutsneubaus ein – damit schaffen wir optimale Voraussetzungen, um diese Kompetenzen in Zukunft zu vertiefen und weiter auszubauen«, erläutert Institutsleiter Prof. Dr. Dieter Spath in seinem Grußwort zur Grundsteinlegung.

Dr. Alfred Gossner, Finanzvorstand der Fraunhofer-Gesellschaft, betont in seiner Ansprache die Bedeutung des ZVE für die Fraunhofer-Forschung: »Die entstehenden Forschungslabors in diesem Gebäude werden dem Fraunhofer IAO und somit auch Fraunhofer insgesamt eine absolut einmalige neue Forschungslandschaft zur Verfügung stellen. Ich bin sicher, dass damit eine starke Basis für weiteres Wachstum – fachlich wie wirtschaftlich – für das Institut geschaffen wird.« Die Vertreter der Zuwendungsgeber von Land und Bund, Dr. Hans Freudenberg, Ministerialdirektor im Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg und Kornelia Haugg, Abteilungsleiterin im Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF unterstreichen die herausragende Rolle exzellenter Wissenschaft und Forschung als Motor für Innovation in Baden-Württemberg und Deutschland.

Als Vertreter der beiden beteiligten Architekturbüros ASPLAN und UNStudio, erläutert Harm Wassink, Partner bei UNStudio, die Vision des Teams um den federführenden Stararchitekten Ben van Berkel: »Als Forschungsgebäude ist das ZVE eine offene und technisch innovative Struktur. Die zentrale Herausforderung des Entwurfs war es, eine Balance herzustellen zwischen internen Zonen, wie Büros oder Labors, und öffentlichen Zonen der Besucherführung. Die Treppe als fließende, vertikale Verbindung entfaltet sich durch das gesamte Gebäude und verbindet dabei die verschiedenen Geschossebenen. Das Gebäude verkörpert unsere neuesten Konzepte hinsichtlich einer integrierten und nachhaltigen Planung – daher bin ich besonders stolz, dass es das Vorzertifikat in Gold der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen erhalten hat.«

Denn schon während der Planungsphase setzte das Institut zusammen mit den Architekten und Fachingenieuren Maßstäbe für nachhaltiges Bauen: Auf der BAU 2009 Anfang des Jahres prämierte der Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung den geplanten Institutsneubau mit dem Vorzertifikat »Deutsches Gütesiegel Nachhaltiges Bauen in Gold«. Die Auszeichnung wird an Bauprojekte vergeben, die wirtschaftlich effizient, umweltfreundlich und ressourcensparend geplant und umgesetzt werden. Das neue Gebäude des Fraunhofer IAO konnte dabei zahlreiche Pluspunkte sammeln: So liefert das Erdreich über mehrere 174 Meter tiefe Bohrlöcher im Sommer Kälte und im Winter Wärme. Photovoltaik-Module reduzieren zusätzlich den Energiebedarf, und anstatt mit einer herkömmlichen Klimaanlage Kaltluft in die Räume zu blasen, werden im ZVE Decken und Wände gekühlt. Bei dieser sogenannten »Betonkernaktivierung« machen eingelassene Kühlschlangen das Gebäude selbst zu einer sparsamen und zugfreien Klimaanlage. Daneben zählen »Hohlkörperdecken« zu den technischen Glanzlichtern des Neubaus: Luftgefüllte Kugeln, in Beton eingebettet, machen die Decken leicht, ohne ihre Tragfähigkeit zu mindern. Die dabei entstehende Wabenstruktur erlaubt es, weite Räume zu überspannen.

Um sich selbst einen Eindruck von diesem hochmodernen Gebäude zu machen, müssen sich die Gäste der Grundsteinlegungsfeierlichkeiten nicht bis 2012 gedulden: Da Virtual Reality (VR) bereits in der Planungs- und Bauphase konsequent eingesetzt wurde, können die Teilnehmer zum Abschluss der Veranstaltung einen virtuellen Rundgang durch das ZVE unternehmen – in den VR-Studios des Fraunhofer IAO.

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