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Nachhaltigkeit am IZS © Fraunhofer IGB

Stuttgarter Fraunhofer-Institute setzen Zeichen für mehr Nachhaltigkeit 06 | 2012

Anfang des Jahres legten die fünf Stuttgarter Fraunhofer-Institute ihren ersten Nachhaltigkeitsbericht vor. Nun lassen die Forscher den Worten Taten folgen. Bei ihrem ersten Aktionstag Nachhaltigkeit am 29. Juni 2012 informierten Experten in der Tut-Was-Aktion darüber, wie jeder mit seinem persönlichen Verhalten einen kleinen, aber wirkungsvollen Beitrag für mehr Nachhaltigkeit leisten kann. Die Mitarbeiter konnten Elektrofahrzeuge zur Probe fahren und ihren Elektroschrott an einen gemeinnützigen Verwertungsbetrieb abgeben. Und die Kantine servierte die ganze Woche über saisonale Spezialitäten aus der Region.

»Nahezu 50 Ideen zum ersten Aktionstag Nachhaltigkeit haben uns erreicht«, sagt Ina Andrees-Ostovan, die Koordinatorin des Arbeitskreises Nachhaltigkeit am Fraunhofer-Institutszentrum IZS, in dem neun Vertreter der in Stuttgart ansässigen Fraunhofer-Institute aktiv mitarbeiten. »Und einen guten Teil haben wir direkt in Angriff genommen und umgesetzt«. Zentrales Element war die Tut-Was-Aktion für nachhaltiges Individualverhalten. Hier informierten Fraunhofer-eigene Experten ihre Kollegen mit stichhaltigen Argumenten und konkretem Zahlenmaterial, wie sich CO2 durch umsichtiges Verhalten am Arbeitsplatz und auf dem Weg dorthin ohne große Mühe einsparen lässt.

Großen Anklang bei allen Mitarbeitern fand die Möglichkeit, Elektrofahrzeuge aus der E-Mobility-Flotte des Fraunhofer IAO, einem Flottenversuch unter anderem am Standort Stuttgart, Probe zu fahren. »Ich wusste gar nicht, dass die Elektroautos so gut beschleunigen«, äußerte sich eine Testerin begeistert.

Auf reges Interesse stieß auch die Elektroschrott-Sammelaktion, bei der die Mitarbeiter ihre privaten elektrischen und elektronischen Geräte bei der Neue Arbeit GmbH abgeben konnten, einem gemeinnützigen Sozialunternehmen, das langzeitarbeitslose und behinderte Menschen beschäftigt. Als zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb sorgt dieser für die fachgerechte Demontage der Altgeräte, so dass über 90 Prozent der Bestandteile einer weiteren Verwertung zugeführt werden können.

»Anliegen, die mit den eingereichten Ideen immer wieder geäußert wurde, waren die Themen Flächenversiegelung und damit verbunden der Erhalt der Artenvielfalt«, sagt Ina Andrees-Ostovan. Der Forschungscampus ist in den letzten Jahren weiter gewachsen, wobei Neubauten so manche Grünfläche verdrängt haben. »Als Ausgleich für den verschwundenen natürlichen Lebensraum mit alten Bäumen, Sträuchern und Totholz haben wir nun fünf Insektenhotels aufgestellt«, so die Nachhaltigkeitsexpertin. Diese bieten den für die Bestäubung von Nutz- und Wildpflanzen so wichtigen Wildbienen und anderen nützlichen Insekten Nistplatz und Überwinterungshilfe. Im Herbst sollen zudem auf einem Rasenstück eine Schmetterlingswiese ausgesät und Dächer begrünt werden.

Ein weiterer Punkt, der vielen Mitarbeitern wichtig ist, ist das Essen, das sie täglich zu sich nehmen. »Wir freuen uns, dass wir den Betreiber unseres Betriebsrestaurants Piccante sehr schnell für eine »regionale Woche« begeistern konnten«, so Andrees-Ostovan. Mit saisonalem Gemüse und Salaten aus der Region, Alblinsen, Schwäbisch-Hällischem Landschwein und Fisch aus nachhaltiger Zucht sorgte dieses für einen abwechslungsreichen und nachhaltigen Speiseplan. Eingeladene regionale Lieferanten gaben Kostproben, beispielsweise mit alten Apfelsorten aus der Region.

Mit ihrem Aktionstag Nachhaltigkeit schließen sich die Stuttgarter Fraunhofer-Forscher dem bundesweiten Aufruf »Nationaler Aktionstag Nachhaltigkeit« an. Mit 1300 Mitarbeitern aus fünf Fraunhofer-Instituten und fünf angegliederten Partnerinstituten der Universität Stuttgart zählt das Fraunhofer-Institutszentrum Stuttgart IZS zu den größten Forschungszentren in Baden-Württemberg.

Abdruck honorarfrei, Belegexemplar erbeten.

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