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Master Technologiemanagement

Am 29. Oktober empfing Rektor Wolfram Ressel fünf führende akademische Mitglieder der Hangzhou Dianzi University im Senatssaal der Universität Stuttgart. Anlass des Treffens war das Vorhaben, den Bachelorstudiengang »Technologiemanagement « zukünftig mit deutsch-chinesischem Doppelabschluss anzubieten.

Ansprechpartner auf deutscher Seite ist Prof. E.h. Hans-Peter Lentes, der über lange Jahre stellvertretender Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO war und später auch zum stellvertretenden Leiter des Instituts für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement IAT der Universität Stuttgart berufen wurde. Prof. Lentes, seit einigen Monaten im Ruhestand, hat über die Jahre eine intensive Kooperation mit der Hangzhou Dianzi University HDU aufgebaut und ist seit kurzem dort Dekan der Fakultät »Technology Management«.

Der korrespondierende chinesische Studiengang »Industrial Engineering« sieht vor, dass chinesische Studenten zwei Semester in Stuttgart absolvieren – umgekehrt ist für deutsche Studierende ein entsprechender Aufenthalt in Hangzhou eingeplant. Die Bachelorabschlüsse werden dann von beiden Universitäten verliehen.

»Ohne gute Kenntnisse der jeweils anderen Sprache geht es natürlich nicht, und das dürfte vor allem die größere Herausforderung für unsere deutschen Studierenden sein. In China wird Englisch grundsätzlich in der Schule und in allen Studiengängen gelernt. Die Unterschiede zwischen der chinesischen Sprache sowie ihren Schriftzeichen und den westlichen Sprachen, der lateinischen Schrift sowie dem Aufbau der Worte aus Buchstaben sind damit bekannt und nachvollziehbar «, so Hans-Peter Lentes.

Das Interesse Chinas an der Kooperation mit der Universität Stuttgart ist aus nachvollziehbaren Gründen sehr groß: Der Ruf eines deutschen Ingenieurabschlusses ist nach wie vor weltweit hervorragend und der Zusatzaufwand für die chinesischen Studierenden relativ gering, da sie für ein Studium in Deutschland ohnehin den DAF-Test benötigen. Auch die Industrie in und um Hangzhou kann von der deutsch-chinesischen Zusammenarbeit profitieren. Die Hauptstadt der Provinz Zhejiang, welche das drittgrößte Bruttosozialprodukt Chinas aufweist, hat größtes Interesse an den zukünftigen Absolventen. Viele deutsche Unternehmen, vor allem aus den Bereichen Maschinen- und Fahrzeugbau sowie aus der elektrotechnischen Industrie, haben in China eigene Werke oder Joint-Venture- Unternehmen mit chinesischen Partnern. »Das Interesse an verlässlich nach deutschen Maßstäben ausgebildeten Ingenieuren ist da natürlich riesig«, so Prof. Lentes, der davon ausgeht, dass die Absolventen die allerbesten Chancen auf dem chinesischen Arbeitsmarkt haben werden. Kein Wunder also, dass bereits Pläne geschmiedet werden, das Doppelstudium in der Zukunft auch mit Masterabschluss anzubieten.

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