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    Prof. Dr. Martina Schraudner

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Karrierewege neu denken

Neue Wissenschaftskarrieren im Spannungsfeld von Politik, Forschung und Wirtschaft

Neue Karrieremodelle und Alternativen zu herkömmlichen Wissenschaftskarrieren sind notwendig, um hochqualifizierten Frauen und Männern attraktive Perspektiven zu bieten. Auf dem »Metaforum Diversity« diskutierten am 31. März 2015 in Berlin Akteure von Hochschulen, aus der Forschung, Politik sowie forschenden Unternehmen.

Das »Metaforum Diversity« eröffnete am 31. März 2015 in Berlin einen zukunftsweisenden Dialog zu den Themen Chancengerechtigkeit, Diversity und Wissenschaftskarrieren. Beteiligt waren Technische Universitäten, außerhochschulische Forschungseinrichtungen, hochschulpolitische Akteure und Akteurinnen, Politik sowie forschende Unternehmen. Die Veranstaltung fand im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Verbundprojekts »Neue Wissenschaftskarrieren« der Fraunhofer-Gesellschaft und der RWTH Aachen statt und wurde vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft unterstützt. Die Beteiligten diskutierten Fragen zur Gestaltung von neuen Karrierewegen für Frauen und Männern und loteten erforderliche Rahmenbedingungen im Wissenschaftssystem aus.

Die vier außerhochschulischen Forschungsorganisationen, alle fünf beteiligten Universitäten des TU9-Verbunds sowie Wissenschaftsrat, Hochschulrektorenkonferenz, Präsidium des TU9-Verbunds, BMBF sowie Wirtschaftsvertreterinnen und -vertreter erörterten anhand der vorgestellten Modelle und Ansätze die Entwicklung neuer Karrierewege. Als ein zentraler Punkt wurde die Etablierung von Organisations- und Kompetenzprofilen diskutiert, um die Passgenauigkeit zwischen wissenschaftlichen Einrichtungen und den Potenzialen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu erhöhen. Darüber hinaus wurde es als essenziell angesehen, die bidirektionale Durchlässigkeit im Innovationssystem – zwischen Universitäten, Forschungseinrichtungen und Wirtschaft – nachhaltig zu steigern.

Neue Karrierewege für hochqualifizierte Frauen und Männer im Fokus

Die Entwicklung zukunftsfähiger Karrieremodelle für Frauen wie für Männer ist wichtig, um Forschung und Entwicklung voranzubringen und die Innovationsfähigkeit für den Standort Deutschland zu erhalten. Vor diesem Hintergrund standen neben der Diskussion neuer Karrierewege innerhalb des Wissenschaftssystems, Karrierewege mit Anschlussfähigkeit in die Wirtschaft, das Wissenschaftsmanagement sowie Ausgründungen im Fokus. Zur zukunftsfähigen Neuausrichtung des Wissenschaftssystems sollen an vielen Stellen attraktive Alternativen neben und unter der Professur etabliert werden. Zudem gilt es, transparente Karrierewege im Wissenschaftsmanagement zu gestalten, die eine Karriereplanung neben der Wissenschaft ermöglichen.

Um Deutschland im Forschungsbereich auf internationalem Niveau zu halten, soll das Potenzial von hochqualifizierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern künftig effizienter genutzt werden. Dies ist nicht zuletzt notwendig, da aktuelle wissenschaftspolitische Diskussionen die geringe Beteiligung von Frauen in der Forschung sowie die prekäre Lage von Beschäftigten im Wissenschaftssystem aufgreifen. Ein gemeinsames Vorgehen von außer-hochschulischen und universitären Institutionen, Akteuren und Akteurinnen ist hier zielführend, da sich strategische Veränderungen im Wissenschaftssystem nur durch ein konzertiertes Vorgehen erreichen lassen. Somit kann das »Metaforum Diversity« wichtige Impulse für attraktive, zukunftsfähige Karrierewege für Frauen und Männer geben.

Das dieser Pressemitteilung zugrundliegende Verbundvorhaben wurde mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) unter den Förderkennzeichen 01FP1303 und 01FP1304 gefördert.

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