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Forschung für transdisziplinäre Gründungsteams © Fraunhofer CeRRi

Projekt »Wissensdreieck« integriert Kompetenzen aus Technologie, Markt und Design

Innovationen entstehen meist an Schnittstellen unterschiedlicher Perspektiven und Disziplinen. Im Forschungsprojekt »Wissensdreieck« untersucht das Fraunhofer IAO am Beispiel von High-Tech-Gründungsteams, inwiefern die Kombination der drei Disziplinen Naturwissenschaft/Technik, Betriebswirtschaft und Design zur Entwicklung tragfähiger, nachhaltiger Geschäftsmodelle beiträgt.

High-Tech-Gründungen sind ein wichtiges Instrument, um neue Technologien und den Transfer von Forschung in die Gesellschaft in all ihren Dimensionen zu fördern. Ausgründungen aus Forschungsorganisationen mangelt es jedoch häufig an innovativen Geschäftsmodellen und Marktwissen. Um neue Technologien erfolgreich am Markt zu platzieren, bedarf es wirtschaftlich sinnvoller und technologisch machbarer Produkte und Dienstleistungen. Dafür sind Kompetenzen an der Schnittstelle zwischen Technologie, Markt und Design erforderlich.

Von der Idee zum Businessplan

Im Rahmen des Forschungsprojekts »Wissensdreieck« hat das Fraunhofer IAO ein neuartiges Vorgehensmodell entwickelt und getestet. Das Vorgehensmodell ermöglicht es, innerhalb von sechs Monaten transdisziplinäre Gründungsteams zu bilden und die Entwicklung technologiebasierter Gründungsideen bis zur Businessplanreife voranzutreiben. Auf diese Weise lassen sich die Potenziale transdisziplinärer Zusammenarbeit für High-Tech-Gründungen nutzbar machen.

Das Vorgehen wurde mit 30 Teilnehmenden aus den Disziplinen Naturwissenschaft/Technik, Betriebswirtschaft und Design pilothaft durchgeführt. In einer ersten Phase entwickelten die Teilnehmenden methodisch angeleitet neun technologiebasierte Geschäftsideen und bildeten Gründungsteams, innerhalb derer sie ihre Ideen weiter vorantrieben. Voraussetzung war, dass jedes Team Expertisen aus den drei Disziplinen Naturwissenschaft/Technik, Betriebswirtschaft und Design vereint. In der anschließenden viermonatigen Konzeptionsphase arbeiteten die Teams tragfähige Geschäfts- und Technologiekonzepte für ihre Ideen aus. Hierbei wurden sie von erfahrenen Businesscoaches und Technologieexpertinnen und -experten der Fraunhofer-Gesellschaft unterstützt. In einem finalen Pitch setzten sich die zwei erfolgreichsten Gründungsteams durch, die nun bei der Entwicklung eines technologischen Prototyps unterstützt werden.

Alternative Ideen zu antibiotischen Therapien und Kunststoffprodukten

Das Gründungsteam »lumibact« entwickelt eine neue Methode zur Behandlung oberflächlicher Infektionen mit blauem Licht. Ziel ist es, eine schonende Alternative zum Einsatz antibiotischer Therapien anzubieten und so die Entstehung multiresistenter Keime zu reduzieren. Das erste Anwendungsfeld ist die Behandlung vaginaler Infektionen.

Das Gründungsteam »Mycovation« entwickelt ein biologisch abbaubares Material auf Basis pflanzlicher Rohstoffe und Pilzmyzel. Das Material ist schwer entflammbar, besonders leicht, besitzt dämmende Eigenschaften und kann somit diverse Styropor- und Kunststoff-Produkte ersetzen. Kombiniert mit einem modernen Design wird es zunächst als modulares Akustikelement für die Innenarchitektur auf den Markt gebracht. Beide Gewinnerteams nehmen aktuell am Förderprogramm Fraunhofer FDays®, durchgeführt von Fraunhofer Venture, teil.

Das Vorgehen im Projekt »Wissensdreieck« ist auch auf etablierte Unternehmen auf der Suche nach neuen Geschäftsmodellen und innovativen Produkten übertragbar.

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