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Verbundprojekt SONIA Soziale Inklusion durch technikgestützte Kommunikationsangebote im Stadt-Land-Vergleich Foto: Ludmilla Parsyak, © Fraunhofer IAO

Projekt »SONIAnetz« soll professionelle und bürgerschaftliche Helfer in Kirchheim/Teck unterstützen

Wie kommunikationsunterstützende Technologien die Lebensqualität älterer Menschen verbessern können, hat das Fraunhofer IAO bereits mit dem Projekt »SONIA« in Kirchheim unter Teck untersucht. Aufgrund des großen Erfolgs wird das Nachfolgeprojekt »SONIAnetz« besonders auf hilfsbedürftige Menschen und deren Angehörige zugeschnitten.

Das Verbundprojekt SONIA (Soziale Inklusion durch technikgestützte Kommunikationsangebote im Stadt-Land-Vergleich) ist vor drei Jahr gestartet, um älteren Menschen mittels kommunikationsunterstützender Technologien mehr gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Im Quartier »Rauner« in Kirchheim unter Teck wurde dazu in enger Zusammenarbeit mit Seniorinnen und Senioren eine geeignete Tablet-Oberfläche konzipiert und erprobt. Mit dieser SONIA-Plattform wurde ein »Raum des Austauschs« geschaffen, der das gemeinschaftliche Miteinander auch in der realen Begegnung unterstützt.

SONIAnetz soll Hilfsbedürftige und pflegende Angehörige unterstützen

Bisher haben vor allem Senioren an dem Projekt teilgenommen, die sich noch gut in der Lage fühlten, neues Terrain zu betreten. Die beiden Hauptbeweggründe für die Seniorinnen und Senioren waren die Lust, etwas Neues zu lernen und der Wunsch danach, Kontakte zu knüpfen: »Wir waren ja alle fremd untereinander, jetzt sind Freundschaften entstanden«, erzählt eine Teilnehmerin. Voraussetzung für die Teilnahme war eine enge Einbindung in den Projektablauf, beispielsweise durch Workshops.

Das kürzlich gestartete Nachfolgeprojekt »SONIAnetz« baut auf diesen Strukturen auf und entwickelt neue Wege, um nun auch hilfsbedürftige Personen und pflegende Angehörige zu unterstützen. Dazu werden professionelle Strukturen wie Beratungsstellen, Sozialstation und Quartiersmanagement mit informellen Strukturen aus bürgerschaftlich engagierten Menschen vernetzt – beispielsweise mit Mitgliedern der vorherigen SONIA-Community. »Einige Mitglieder des Vorgängerprojekts haben sich als Paten für das neue Projekt gemeldet und stehen den pflegebedürftigen Menschen und ihren Angehörigen zur Seite«, erklärt Petra Gaugisch, Projektleiterin und Wissenschaftlerin am Fraunhofer IAO.

Kommunikation, Organisation und Vernetzung

Die weiterentwickelte SONIA-Plattform unterstützt die Kommunikation, Organisation und Vernetzung digital. Durch eine benutzerfreundliche Anwendung auf Tablets soll den Seniorinnen und Senioren wieder eine aktive Teilhabe am sozialen Leben, sowohl virtuell als auch im realen Leben des Quartiers, ermöglicht werden. Sie wird zukünftig geräteunabhängig zur Verfügung stehen und durch das Modul »Betreuungs- und Pflegenetz« erweitert werden, um ein umfassendes Hilfenetz bieten zu können. Als zentrales Informations- und Austauschtool wird das Schwarze Brett genutzt, das sich bereits im Vorgängerprojekt SONIA bewährt hat.

SONIAnetz hat im Oktober 2015 begonnen und ist auf drei Jahre angelegt. Gefördert wird es vom Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg. Weitere Projektpartner sind das Entwicklungszentrum »Gut altwerden«, die Paul-Wilhelm von Keppler Stiftung und die Hochschule Furtwangen (HFU).

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