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Simulation auch für KMU wirtschaftlich

Projekt DREAM schafft Werkzeug zur simulationsbasierten Entscheidungsunterstützung in der Produktion

Die Komplexität heutiger Produktionssysteme macht »Entscheidungen aus dem Bauch« wenig zweckmäßig. In dem EU-geförderten Projekt »DREAM« wurde daher ein simulationsbasiertes Unterstützungssystem für Entscheider aus der Produktionsplanung und -steuerung entwickelt. Durch ihren pragmatischen Ansatz ist die Lösung selbst in kleinen Unternehmen sinnvoll einzusetzen.

Unternehmen, die in Europa und insbesondere in Deutschland produzieren, stehen durch die kurzen Innovationszyklen und die entsprechend kurze Zeit bis zur Markteinführung neuer Produkte vor besonderen Herausforderungen. Eine effiziente simulationsbasierte Entscheidungsunterstützung hilft Mitarbeitern, die Produktionsabläufe und Auftragssteuerung effizienter zu planen und ermöglicht damit eine agile Produktion.

Bei kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) ist der Aufwand für die Einführung und die Inbetriebnahme hochpreisiger Simulationssoftware jedoch häufig zu hoch. Das Fraunhofer IAO hat daher das Projekt »DREAM« initiiert und gemeinsam mit dem Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement IAT der Universität Stuttgart geleitet. In diesem Projekt haben die Partner auf Basis von Open-Source-Software eine Plattform entwickelt, die Unternehmen bei ihrer Produktionsplanung unterstützt. Sie ermöglicht einen webbasierten Zugang zur Simulation von Produktionslinien und Auftragsmanagement in produzierenden KMU und macht deren Einsatz damit wirtschaftlich.

Zugang zur Plattform via Internet

Unternehmen können die entwickelte DREAM-Plattform bei ihrer Produktionsplanung über einen Internetzugang einsetzen. Informationen aus den bestehenden IT-Systemen wie ERP, MES und DSS fließen in die Simulation mit ein, wozu einmalig die entsprechenden Schnittstellen geschaffen werden müssen. Die nutzerorientiert entwickelte Software ermöglicht es, unterschiedliche Ressourcen beim Design von Produktionssystemen zu berücksichtigen sowie vorhandene Modelle von Ressourcen, Produktionssystemen und deren Teilen wiederzuverwenden.

Proaktive Unterstützung beim Simulationseinsatz

Einen Forschungsschwerpunkt bildete die Mensch-System-Interaktion mit dem Ziel, die Benutzer des Simulationswerkzeugs aufgabenorientiert mit Informationen zu unterstützen. Einen Anwendungsfall der Benutzerunterstützung stellte die Führung ungeübter Anwender durch einen nicht standardisierten Simulationsprozess im Produktionsbereich dar. Mit dem entwickelten Konzept der Anwenderführung konnte bei der Bedienung des Simulationswerkzeugs ein Drittel der Zeit eingespart werden.

Das Projekt »DREAM« wurde von 2012 bis 2015 durch das 7. Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Union gefördert. Vier produzierende Unternehmen haben das Simulationswerkzeug mitentwickelt und im Rahmen des Projekts erfolgreich implementiert.

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