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Sharing Economy © Rawpixel - Fotolia

Etablierte Unternehmen beschäftigen sich noch nicht ausgiebig mit dem Thema Sharing Economy

Etablierte Unternehmen beschäftigen sich noch nicht ausgiebig mit der Sharing Economy. Das zeigt die aktuelle Studie »BW Share« des Fraunhofer IAO. Wissenschaftler haben dabei untersucht, wie etablierte Unternehmen die Sharing Economy aktuell wahrnehmen und geben erste Empfehlungen für Politik, Wirtschaft und Forschung.

Die »Sharing Economy« boomt. Vor allem in den USA sprießen Start-ups aus dem Boden. Das kommerzielle »Teilen« von Gütern und Dienstleistungen macht Konsumenten zu Anbietern und verändert die Wirtschaft. Haben etablierte Unternehmen vor diesem Hintergrund Sorge, dass private Sharing-Angebote sie künftig vom Markt verdrängen? Die Studie »BW Share« des Fraunhofer IAO belegt das Gegenteil. Laut den Ergebnissen sehen die Unternehmen in Baden-Württemberg nicht nur die Chance, sondern durchaus auch die Notwendigkeit, sich mit dieser neuen Wirtschaftsform zu beschäftigen.

»Wir wollten herauszufinden, ob und inwieweit sich die bisherigen Konzepte und Ansätze der Sharing Economy auf die etablierte Wirtschaft auswirken. Darüber hinaus wollten wir sehen, wie Unternehmen die heutige und zukünftige wirtschaftliche Relevanz der Sharing Economy für sich selbst beurteilen«, sagen Helge Spindler und Simone Martinetz, Autoren der Studie. Dazu hat das Fraunhofer IAO eine quantitative Online-Befragung sowie eine Reihe qualitativer Experteninterviews durchgeführt.

Unternehmen sollten sich für die Sharing Economy wappnen

Aufgrund der Ergebnisse empfehlen die Experten Unternehmen, sich schon jetzt für die Sharing Economy zu wappnen – auch, wenn diese in ihrem Wirtschaftsbereich noch nicht angekommen ist. Eine Hürde auf dem Weg dahin scheint zu sein, dass die Wahrnehmung von Unternehmen noch sehr stark durch die aktuell boomende »Peer-to-Peer-Sharing Economy« geprägt ist, in der überwiegend Individuen Produkte und Services über digitale Vermittlungsplattformen teilen.

Forschungs- und Entwicklungsbedarf sehen die Autoren der Studie beim Transfer von Mechanismen der bisherigen Sharing Economy in Business-to-Consumer (B2C)- oder Business-to-Business (B2B)-Geschäftsmodelle etablierter Unternehmen. Digitalisierte Prozesse und Infrastrukturen sind gewissermaßen das Herz einer Sharing Economy, ganz gleich welchen Zuschnitts. Sharing sollte deshalb als Querschnittsthema gesehen werden, das aus überwiegend wirtschaftlicher Motivation heraus alle Branchen durchdringen kann. Die Studie kommt unter anderem zu folgendem Schluss: Trends wie Industrie 4.0. und die umfassende Digitalisierung könnten das Fundament einer zukünftigen »etablierten« Sharing Economy bilden – insbesondere vor dem Hintergrund digitaler Geschäftsmodelle.

Studie wird am 8. Dezember vorgestellt

Am 8. Dezember wird die Studie auf der Veranstaltung »Potenziale und Herausforderungen einer Sharing Economy« am Fraunhofer IAO vorgestellt. Die Auswirkungen des Sharings auf etablierte Unternehmen werden bei diesem Forum diskutiert. Die Studie »BW Share« wurde vom Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg gefördert und ist in Kürze unter https://shop.iao.fraunhofer.de kostenlos beziehbar.

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