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Elektrischer Schwerlastverkehr im urbanen Raum © Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg
Von links nach rechts: Helge Spindler (Fraunhofer IAO), Florian Rothfuss (Fraunhofer IAO), Steffen Raiber (Fraunhofer IAO), Prof. Dr. Tobias Bernecker (Hochschule Heilbronn), Staatssekretär Ingo Rust (Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg, Herr Georg Pins (Stadt Mannheim), Frau Christiane Ram (Stadt Mannheim), Herr Artin Adjemian (IHK Rhein-Neckar)

Übergabe der Projektstudie »Elektrischer Schwerlastverkehr im urbanen Raum«

Am 15. Dezember 2014 haben das Fraunhofer IAO und die Hochschule Heilbronn in Stuttgart die Ergebnisse der Projektstudie »Elektrischer Schwerlastverkehr im urbanen Raum« an die Auftraggeber – das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft, die IHK Rhein-Neckar und die Stadt Mannheim – übergeben. Die Studie zeigt am Beispiel der Stadt Mannheim das Elektrifizierungspotenzial innerstädtischen Schwerlastverkehrs auf.

Die Diskussion über eine Elektrifizierung des urbanen Straßenverkehrs konzentriert sich bislang auf Pkw und leichte Nutzfahrzeuge. Welches Potenzial schwere elektrische Lkw für den Güterverkehr in der Stadt bergen, haben das Fraunhofer IAO und die Hochschule Heilbronn im Auftrag des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft, der IHK Rhein-Neckar und der Stadt Mannheim untersucht. Denn obwohl das Haupteinsatzgebiet schwerer Lkw die Langstrecke ist, findet sich dieser Nutzfahrzeugtyp auch auf innerstädtischen Straßen wieder, verbunden mit den bekannten negativen Auswirkungen wie Lärm- und Schadstoffemissionen.

E-Logistik am Fallbeispiel Mannheim

Die Studie wurde in engem Austausch mit Unternehmen aus der Logistik- und Transportwirtschaft sowie mit der verladenden Industrie an konkreten Fallbeispielen aus dem Raum Mannheim durchgeführt. Dadurch wurde gewährleistet, dass die erarbeiteten Konzepte von hoher Praxisrelevanz sind. Neben der technischen Machbarkeit flossen auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in die Betrachtung mit ein.

»Die Studie zeigt, dass die möglichen Einsatzfelder für E-Lkw bereits heute weitaus größer und vielfältiger sind, als bisher allgemein angenommen. Gefragt sind dabei alle (E-)Lkw-Klassen bis hin zum schweren Sattelzug«, erläuterte Steffen Raiber vom Fraunhofer IAO. In Verbindung mit einer optimierten Tourenplanung ließe sich in den untersuchten Fallbeispielen der Energieverbrauch mit elektrischen Lkw auf etwa ein Drittel des Energieverbrauchs mit vergleichbaren konventionell angetriebenen Lkw senken.

Wirtschaftliche Herstellung von E-Lkws im Fokus

Aufgrund der geringen Stückzahlen und der Kosten für die Batterien seien die Anschaffungskosten zwar noch vergleichsweise hoch, durch die Forschungsergebnisse hoffe man aber eine Initialzündung in der Wirtschaft generieren zu können, so Staatssekretär Ingo Rust vom Ministerium für Finanzen und Wirtschaft. Die wirtschaftliche Herstellung von elektrisch betriebenen Schwerlast-Lkws sei ein wichtiges Ziel für die Zukunft.

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