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Future Construction FUCON © Fraunhofer IAO, UNStudio, ASPLAN

Innovationsnetzwerk »Future Construction« entwirft Visionen und Strategien zur Zukunft des Bauens

Die Baubranche befindet sich im Umbruch. Die Möglichkeit, Gebäude vom Entwurf bis zur Inbetriebnahme komplett digital zu planen, bietet die Chance, Projekte schneller, günstiger und nachhaltiger abzuwickeln. Die dafür erforderlichen Werkzeuge, Methoden und Rahmenbedingungen erforscht und erprobt das Fraunhofer IAO zusammen mit wegweisenden Partnern aus der Industrie im Verbundprojekt »Future Construction«.

Kaum eine Branche steht angesichts der Zukunftsthemen Energieeffizienz, Klimaschutz und demografischer Entwicklung vor so großen Herausforderungen wie das Bauwesen. Das liegt nicht nur daran, dass Planen und Bauen ein arbeitsteiliger Prozess mit vielen Akteuren ist. Die Anforderungen an Gebäude und Architektur wachsen durch gesellschaftlich notwendige Zukunftsprojekte wie die Energiewende, die Stadt von morgen und Industrie 4.0 stetig. Das Bauen nimmt hier in allen Bereichen eine entscheidende Schlüsselposition ein. Um diese Herausforderungen zu meistern, gilt es die Wertschöpfungskette Bau genau unter die Lupe zu nehmen, Innovationspotenziale aufzudecken und Schnittstellen zu optimieren. Dies erfordert neue Werkzeuge und Prozesse auf Basis der rasant fortschreitenden technologischen Entwicklung.

Um diese zu erforschen und zu erproben, hat das Fraunhofer IAO zusammen mit wegweisenden Partnern aus der Industrie das Verbundprojekt »Future Construction (FUCON 4.0)« ins Leben gerufen. In den vergangenen Forschungsphasen standen Zukunftsvisionen und Prozessansätze des parametrischen Bauens im Vordergrund. In einem komplett digitalen Planungs- und Bauprozess lassen sich nicht nur Parameter wie Eigenschaften, Geometrie, Faktoren oder Entwurfskriterien beliebig variieren und damit Form und Funktion vieler Varianten im virtuellen Raum prüfen. Die Parametrisierung kann auch dabei helfen, Konstruktionen und Fertigungsprozesse zu optimieren und damit ein nachhaltigeres Bauen trotz maximaler Individualisierung zu ermöglichen.

Wie dies in der Praxis gelingen kann, erforschen die FUCON-Partner in der neuen Forschungsphase 2013-2015. Anhand realer Bauvorhaben im Partnerverbund sollen die Forschungsergebnisse auch prototypisch umgesetzt werden. Katalysatorprojekte sollen den Partnern dabei helfen, Konzepte für neue Geschäftsmodelle, Materialsysteme, 3D-Planungswerkzeuge, Kommunikationsplattformen sowie Planungs- und Fertigungsprozesse unter realen Bedingungen zu testen und zu optimieren.

Das Innovationsnetzwerk richtet sich an alle zukunftsorientierten Unternehmen der Baubranche, sowie aus anderen Bereichen des produzierenden Gewerbes, zum Beispiel dem Maschinenbau.

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