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Nachhaltige Industriemodelle © Franz Metelec - Fotolia.com

Neue Wege zur Nachhaltigkeit im Industriemodell des Aluminiumleichtbaus

Unter maßgeblicher Beteiligung des IAT der Universität Stuttgart, das eng mit dem Fraunhofer IAO kooperiert, startete im Juni das Forschungsprojekt »SuPLight«. Ziel ist es, nachhaltige Strukturen und Abläufe im Engineering-Bereich in der europäischen Aluminiumindustrie zu etablieren.

Leichtbaukomponenten und -lösungen gewinnen im Zuge einer nachhaltigen Zukunft zunehmend an Bedeutung. Aluminium nimmt dabei für hochbelastbare Strukturbauteile einen besonderen Stellenwert ein. Die Produktion von Primäraluminium ist äußerst energieaufwendig. Obwohl das Leichtmetall durch Wiederverwertung mit einem Bruchteil der Energiezufuhr herstellbar ist, mangelt es massiv an Know-how für entsprechende Engineering- und Produktionsprozesse für Produkte aus recyclingbasierten Aluminiumlegierungen.

Die Partner des Projekts »SuPLight« (Sustainable and Efficient Production of Lightweight Solutions) haben es sich daher zum Ziel gesetzt, dieses Wissen zu ergründen und in ein durchgängiges Industriemodell zu überführen. Im Mittelpunkt stehen dabei Denkprinzipien, Methoden und strategische Vorgehensweisen, die in einer Industrie eingesetzt werden oder auf andere Weise mit ihr verwoben sind. Das Projekt vereint verschiedene Sichtweisen, die vom Blick auf das Molekül bis zur Perspektive des Wirtschaftssystems reichen. Der Mehrwert entsteht durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit der entsprechenden Engineering-Wertschöpfungsebenen und die Integration der regulatorischen Seite. Um die beschriebenen Materialien einsetzen zu können, ist ein tieferes Verständnis der Wirkung von Unreinheiten im Metall unabdingbar. Eine wichtige Basis dazu liefern Analysen, die beispielsweise werkstofftechnische Eigenschaften im atomaren Maßstab simulieren oder Aufschluss über die optimale Formgebung von Bauteilen für deren Produktion und Einsatz geben. Daraus entstehen neue Komplexitäten in der Produktentstehung, für die innerhalb des Projekts neue methodische Ansätze für das Eco-Design entwickelt werden. Die Betrachtung der strategischen Implikationen des neuen Vorgehensmodells wird schließlich auf einem ganzheitlichen Lebenszyklusansatz aufgebaut.

Das IAT steuert seine Expertise im strategischen Technologiemanagement bei, um anhand des beschriebenen Fallbeispiels ein Planungssystem, wie sie bereits für Geschäftsmodelle existieren, für technologiegetriebene Industriemodelle zu generieren. Das Konsortium umfasst elf Partnerorganisationen aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen, kleineren Hightech Unternehmen und Zulieferunternehmen aus der Luftfahrt und der Automobilindustrie.

Um mit weiteren potenziellen Anwendern der Projektergebnisse die Transferierbarkeit der generierten Modelle abzusichern, sind interessierte Unternehmen eingeladen, sich dem Projekt anzuschließen. Gesucht werden Interessenten aus der Aluminium-Anwendungsbranche. Die Meinungen und Anregungen der aus diesen externen Experten bestehenden Gruppe werden ein- bis zweimal jährlich im Rahmen von Projekttreffen abgefragt und in die Projektarbeit zurückgespiegelt.

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