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Ip-Management Award 2015 Foto: Hans-Rudolf Schulz © Management Circle AG
Von links nach rechts: Kirsten Kleinmann (Management Circle AG), Dr. Bernd Burchard (Elmos Semiconductor AG), Dr. Helmut Appel (Fraunhofer IAO), Fabian Hierstetter (Rogers Germany GmbH), Hubert Rothe (Deutsches Patent- und Markenamt), Dr. Thorsten Rogowski (Nemak S.A.), Dr. Bertram Huber (IP*SEVA), Dr. Antonino Ardilio (Fraunhofer IAO), Truong Le (Fraunhofer IAO)

Leistungsstarkes Patent-Management ausgezeichnet

Bereits zum achten Mal zeichneten das Fraunhofer IAO und Management Circle Unternehmen für ihren vorbildlichen Umgang mit gewerblichen Schutzrechten aus. Die Gewinner Elmos Semiconductor AG, Nemak und Rogers Germany GmbH überzeugten durch nachhaltige Implementierung neuer IP-Management-Strukturen. Die Verleihung fand am 3. März im Rahmen der »Patente 2015« statt.

Für forschungsintensive Unternehmen ist das intellektuelle Kapital, kurz IP, von essenzieller Bedeutung. Um Patente und Schutzrechte strategisch einzusetzen und die eigenen Innovationen effektiv gegen Wettbewerber zu schützen, ist eine gute IP-Strategie vonnöten. Mit dem IP Management Award zeichnet das Fraunhofer IAO seit 2008 Unternehmen aus, die ein leistungsstarkes IP-Management aufgebaut haben. Ausgehend von Benchmark-Daten von über 90 Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz wurden in diesem Jahr fünf Unternehmen für die Auszeichnung nominiert. Die Gewinner sind vor allem Unternehmen, die erst in den letzten Jahren leistungsstarke IP-Management-Systeme implementiert haben.

3. Preis: Elmos Semiconductor AG

Der dritte Platz geht an die Elmos Semiconductor AG aus Dortmund, die ihr IP-Management seit 2010 kontinuierlich aufgebaut hat. FuE- sowie Vertriebsmitarbeiter wurden geschult, außerdem wurde ein IP-Komitee eingesetzt. So wurde in der Belegschaft ein Bewusstsein für die Bedeutung von Patenten geschaffen. Zudem gelang es Elmos damit, mehrere wichtige Kunden zu gewinnen.

2. Preis: Nemak

Gewinner des zweiten Preises ist die Firma Nemak, ein Automobilzulieferer aus Mexiko mit weltweit 36 Produktionswerken. Nemak investiert seit der Firmengründung in 1979 stetig in Forschung und Entwicklung, ein globales IP-Management wurde jedoch erst 2013 aufgebaut. Nemak ist es gelungen, innerhalb von nur zwei Jahren ein strategisches IP-Management zu implementieren, das weit über das bloße Verwalten von Schutzrechten hinausgeht. Beispielsweise wurden gemeinsam mit dem IT-Management Strategien zur Gewährleistung der Informationssicherheit ausgearbeitet und eingeführt. Die besondere Herausforderung war hierbei, das IP-Management global zu organisieren, aber stets flexibel für regionale Anpassungen zu bleiben.

1. Preis: Rogers Germany GmbH

Der erste Platz ging an die Rogers Germany GmbH, einen Hersteller für Metall-Keramik-Substrate, sowie Mikrokanalkühler im Bereich der Leistungselektronik. Mit dem Aufbau des IP-Managements begann das Unternehmen 2012. Rogers Germany ist es gelungen, ein integriertes IP-Management aufzubauen und dadurch einen deutlichen Kulturwandel herbeizuführen. FuE-, Vertriebs-, und Marketingmitarbeiter werden im Umgang mit IP geschult und aktiv in IP-Prozesse eingebunden. Auf strategischer Ebene initiiert das IP-Management Innovationsworkshops mit der Forschung und Entwicklung und bringt gezielt neue Erfindungen hervor, um das IP-Portfolio insbesondere bei strategisch relevanten Themen zu erweitern. Diese aktive Rolle der IP-Abteilung fand bei den Juroren besondere Beachtung. Auch würdigte die Jury die besonders rasche professionelle Umsetzung eines modernen IP-Managements in die Praxis.

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