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Auftakt des Wissenschaftsjahrs »Zukunftsstadt«

Nationale Plattform Zukunftsstadt stellt strategische Forschungs- und Innovationsagenda vor

Zum Auftakt des Wissenschaftsjahrs »Zukunftsstadt« legten Repräsentanten aus Kommunen, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft – darunter das Fraunhofer IAO – am 19. Februar in Berlin ein Programm für die nachhaltige und zukunftsorientierte Entwicklung unserer Städte vor. Mit einer Kampagne rund um die zentralen Fragen zur Stadt der Zukunft informiert und unterstützt das Fraunhofer IAO Städte, Unternehmen und Bürger.

Die Zukunftsstadt – CO2-neutral, energie- und ressourceneffizient, lebenswert und sozial soll sie sein. Damit diese Vision Wirklichkeit werden kann, startete die Bundesregierung zusammen mit 34 Stakeholdern aus Kommunen, Wirtschaft und Wissenschaft, darunter dem Fraunhofer IAO, vor knapp zwei Jahren die Initiative »Nationale Plattform Zukunftsstadt (NPZ)«, um dieses Thema systemisch und Disziplinen übergreifend zu diskutieren. Die Plattform steht unter dem Dach der Hightech-Strategie der Bundesregierung.

Forschungs- und Innovationsagenda mit sieben Handlungsfeldern

Pünktlich zum Auftakt des Wissenschaftsjahrs »Zukunftsstadt« am 19. Februar 2015 in Berlin übergaben die Mitglieder der NPZ der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Johanna Wanka, die strategische Forschungs- und Innovationsagenda zur Vision der CO2-neutralen, energieeffizienten, klimaangepassten und sozialen Stadt, kurz »FINA«. Den Agendaprozess hat das Fraunhofer IAO zusammen mit dem Fraunhofer IBP und dem Deutschen Institut für Urbanistik koordiniert. Sieben prioritäre Innovationsfelder hat die NPZ erarbeitet. Diese beschreiben Herausforderungen, Handlungsbedarfe und Strukturmaßnahmen in den eng miteinander verknüpften gesellschaftlichen, räumlichen und technologischen Bereichen der Zukunftsstadt. Die Forschungs- und Innovationsagenda der NPZ steht im Internet unter www.nationale-plattform-zukunftsstadt.de zum Download zur Verfügung.

Kampagne soll informieren, vernetzen und unterstützen

Wichtige Aspekte der sieben Innovationsfelder greift das Fraunhofer IAO im Rahmen einer Kampagne zum Wissenschaftsjahr »Zukunftsstadt« auf. Die Fraunhofer-Initiative »Morgenstadt« ist mit einem Exponat an Bord der MS Wissenschaft und bietet die Möglichkeit, die vielfältigen Forschungsprojekte rund um die Zukunftsstadt spielerisch zu entdecken. Experten des Fraunhofer IAO sowie des kooperierenden Instituts für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement IAT der Universität Stuttgart stellen in einer Blogreihe »Zukunftsstadt« ihre Erkenntnisse, Ideen und Fragestellungen rund um die folgenden Themenschwerpunkte vor:

  • Wandlungsfähige Stadt: Klimawandel, die demografische Entwicklung und die Digitalisierung verlangen eine enorme Anpassungs- und Widerstandsfähigkeit von Städten. Welche sind die Erfolgsfaktoren auf dem Weg zur »resilienten Stadt«?
  • Lebenswerte Stadt: Immer mehr Menschen leben in immer komplexeren Stadtsystemen. Wie kann es uns gelingen, die Stadt als gemeinschaftlichen sozialen Raum zu begreifen und wie können wir neue Formen der Beteiligung schaffen?
  • Produktive Stadt: In der Stadt der Zukunft sind Produktionsstätten so leise und sauber, dass sie sich in unmittelbarer Nähe zu einem Wohngebiet harmonisch einfügen. Welche Arbeitsweisen, Prozesse und Technologien sind notwendig, um diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen?
  • Gemeinschaftliche Stadt: Teilen ist das neue Haben. Die Shareconomy eröffnet Menschen und Unternehmen neue und nachhaltige Wege und Geschäftsmodelle im Umgang mit Gütern und Ressourcen. Wie sehen die Smart Services der Zukunft aus und welche neuen Modelle entstehen in der Stadt als Lebensraum?
  • Bewegte Stadt: Immer mehr Menschen und Güter sind in Städten unterwegs. Staus, Luftverschmutzung und Lärm sind die Folgen. Neue Technologien und Vernetzungsmöglichkeiten bieten urbanen Mobilitätskomfort. Wie sehen zukunftsweisende Verkehrskonzepte aus?
  • Digitale Stadt: Im »Internet of Things« sind nicht nur Menschen vernetzt, sondern zunehmend auch Maschinen und unsere Umwelt. Welche Chancen und Risiken birgt diese Entwicklung speziell im Stadtumfeld?

»Als federführendes Institut der Fraunhofer-Initiative »Morgenstadt« möchten wir mit dieser Kampagne die relevanten Akteure miteinander vernetzen, Unternehmen unterstützen und natürlich Bürgerinnen und Bürger informieren«, betont Institutsleiter Prof. Wilhelm Bauer zum Auftakt des Wissenschaftsjahrs.

Einen Überblick des aktuellen Forschungsstands sowie Ideen und Visionen zur Stadt der Zukunft zeigt der internationale Fraunhofer-Kongress »Future Cities«, der am 25. und 26. November in Berlin stattfinden wird. Die Veranstaltung bietet die Gelegenheit, zahlreiche relevante nationale und internationale Akteure zum Thema Zukunftsstadt aus Forschung, Politik und Wirtschaft zu treffen, Projektideen auszutauschen und gemeinsam die Zukunftsstadt zu gestalten.

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