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Wolf Engelbach


    Dr. Wolf Engelbach

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    Informationsmanagement

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    Fraunhofer IAO
    Nobelstraße 12
    70569 Stuttgart, Germany

    • Telefon +49 711 970-2128
Keyvisual - IT für Zivile Sicherheit

Auf der internationalen Konferenz "Intelligent Cities Expo" vom 8. bis 10. November 2011 in Hamburg präsentieren zahlreiche Forscher und Praktiker Lösungsansätze und Strategien zur umweltorientierten Gestaltung zukünftiger Stadtsysteme. Als Beirat der Konferenz hat sich Prof. Spath, Institutsleiter des Fraunhofer IAO, insbesondere für innovative Beiträge zu den Themen Arbeit und Leben in der Stadt, intelligente Mobilitätskonzepte und vernetztes Informationsmanagement eingesetzt. Ausgehend von den Herausforderungen und Prioritäten der Stadtplaner und Infrastrukturverantwortlichen stellt Dr. Wolf Engelbach, Leiter des Competence Teams "Informationsmanagement" am Fraunhofer IAO, in seinem Vortrag die Bedeutung von Echtzeitinformationen für die Steuerung komplexer Stadtstrukturen im Falle ungeplanter Ereignisse heraus, und zwar vertieft für das Sicherheitsmanagements für Großstadtbahnhöfe und der dafür angemessenen Interoperabilität von IT-Systemen.

Die Gewährleistung der Sicherheit von Personen, Gebäuden, Gütern und Infrastrukturen in einer offenen Gesellschaft ist eine große Herausforderung, mit der sich zahlreiche Institutionen befassen, teilweise als originärer Aufgabe, teilweise aber auch im Zusammenhang mit anderen wirtschaftlichen oder gesellschaftlichen Anliegen. Dabei kann der geschickte und integrierte Einsatz moderner IT-Systeme helfen, angefangen von organisationsübergreifenden Internet-Portalen und kommunikativen mobilen Anwendungen bis hin zur aggregierten Auswertung von Sensorinformation und der Simulationen von Handlungsalternativen.

IT-Systeme spielen eine zunehmend wichtige Rolle für die Bewältigung von Notfällen und Katastrophen. Insbesondere gilt dies im Nahverkehr, wo große Menschenmassen nach einem Fahrplan in der Öffentlichkeit bewegt werden müssen, was IT-Systeme zur Steuerung und Sensoren zum Erkennen von Störungen äußerst attraktiv macht. Die Nahverkehrsbetreiber sind nicht untätig geblieben und haben Systeme eingeführt, die ihre Kunden schützen. Da dieser Innovationsschub jedoch nicht zentral koordiniert wurde, ergibt sich bei der heute oft geforderten grenzübergreifenden Integration der sicherheitsrelevanten Systeme ein Problem. Um versenkte Kosten zu vermeiden, bietet sich ein Interoperabilitäts-Ansatz an, der die verschiedenen existierenden Systeme zu einem Metasystem integriert.

SECUR-ED, das Flaggschiffprojekt der EU im Bereich zivile Sicherheit, stellt sich dieser Herausforderung. Ziel ist es, einen Mix von interoperablen Technologien, etwa Sensoren oder Informationssysteme, und Best-Practice-Vorgehensmodellen aus so unterschiedlichen Bereichen wie Risikomanagement oder Training zu identifizieren und im realitätsnahen Piloteinsatz in mehreren europäischen Großstädten zu erproben. So soll ein übergreifendes europäisches Sicherheitskonzept realisiert werden, das die Bürger wirksam vor Bedrohungen schützt.

Das Fraunhofer IAO übernimmt in SECUR-ED mehrere zentrale Aufgaben. Auf der Grundlage einer Übersicht über existierende Interoperabilitäts-Ansätze wird ein grundlegender Meta-System-Ansatz zur Strukturierung der Demonstratoren in SECUR-ED erarbeitet. Dieser umfasst sowohl Bausteine für die Gesamtarchitektur, als auch eine Schnittstellensprache zur klaren Definition von Austauschformaten und –Prozessen. Darüber hinaus realisiert das Fraunhofer IAO ein System zur integrierten Darstellung und Analyse aus verschiedenen Datenquellen aggregierter Informationen, das bei der Bewältigung, Nachbereitung und Vorsorge gegen Katastrophen hilfreich ist. Schließlich erarbeitet das Fraunhofer IAO auch Modellierungsbausteine und Simulationskonzepte, die es erlauben, verschiedene Szenarien durchzuspielen.

Termin
8. bis 10. November 2011
CCH CONGRESS CENTER HAMBURG

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