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Verbundprojekt zu HMI 4.0 gestartet

Fraunhofer-Forscher und Industriepartner entwickeln nutzergenerierte Bedienhilfen

Wie können technische Entwicklungen die Mensch-Technik Interaktion in der Industrie beeinflussen? Und wie können Unternehmen diese Veränderungen für sich nutzen? Im Rahmen des Verbundprojekts »HMI 4.0« entwickelt das Fraunhofer IAO mit Partnern aus der Industrie Szenarien und Lösungsansätze zu Fragen, die sich durch Trends wie »Industrie 4.0« für die Mensch-Technik-Interaktion der Zukunft ergeben.

In einer Trendstudie hat das Fraunhofer IAO die wichtigsten Handlungsfelder für eine erfolgreiche Mensch-Technik-Interaktion in der Produktion der Zukunft identifiziert und untersucht. Im Fokus der Studie standen Fragestellungen rund um die ergonomische HMI-Gestaltung sowie die Integration neuer Technologien wie Social Media, Interaktions- und Erkennungstechnologien.

Um die Erkenntnisse aus dieser Studie in die Praxis umzusetzen, hat das Fraunhofer IAO das Verbundprojekt »HMI 4.0« ins Leben gerufen. Produzierende Unternehmen, Maschinen- und Anlagenhersteller, Systemintegratoren sowie Technologie- und Softwarehersteller erarbeiten unter der wissenschaftlichen Leitung des Fraunhofer IAO nutzergenerierte Bedienhilfen und setzen diese prototypisch um. »Wir haben dabei Anwender und Experten aus ganz unterschiedlichen Bereichen mit an Bord. Das hilft uns, das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten«, erläutert der Projektleiter Dr. Matthias Peissner vom Fraunhofer IAO. Ziel ist es, ein System zu entwickeln, welches den Nutzer unterstützt, einen Störfall erfolgreich zu bearbeiten und Wissen für andere zugänglich und nutzbar zu machen.

Wissensmanagement mit HMI 4.0

Den Fokus haben die Wissenschaftler bewusst auf Bedienhilfen gelegt – also Funktionen, welche die Nutzer in ihrer alltäglichen Arbeit unterstützen. »Das können Hinweise sein, die ein anderer Nutzer hinterlässt, um Fehler zu vermeiden oder den Prozess zu optimieren, eine Unterstützung bei der Fehlersuche bei einem Maschinenstillstand oder aber eine Handlungsanleitung, die den Nutzer Schritt für Schritt durch den Prozess führt. Bedienhilfen können also Fehlersituationen und anderen Handlungsbedarf in automatisierten Prozessen effizient unterstützen«, erklärt Peissner. Das zu entwickelnde System soll es Mitarbeitern ermöglichen, ihr Wissen zu konkreten Fehlersituationen ohne großen Aufwand zu teilen und damit einen Beitrag zu nutzergenerierten Bedienhilfen zu leisten. Darüber hinaus soll es den Umfang und die Korrektheit sowie die didaktische Qualität der Bedienhilfen sicherstellen und Mitarbeiter motivieren, ihr Wissen zu teilen. Dazu werden Anreizsysteme auf HMI- und organisatorischer Ebene betrachtet.

Folgende Fragen werden im Rahmen des Verbundprojekts behandelt:

  • Wie können Nutzer ihr Wissen über die Schnittstelle effizient zur Verfügung stellen?
  • Wie kann die Qualität der Bedienhilfen sichergestellt werden?
  • Wie können Nutzer motiviert werden, ihr Wissen mit anderen zu teilen?
  • Wie sehen geeignete Geschäftsmodelle aus?

Verzahnung von Forschung und Praxis

Neben der Forschungsleistung durch das Fraunhofer IAO profitieren die Teilnehmer des Verbundprojekts besonders von der interdisziplinären und branchenübergreifenden Zusammenstellung des Konsortiums. Dieses umfasst Betreiber von Produktionsanlagen wie Daimler, Maschinenhersteller wie Broetje-Automation und Oerlikon sowie Software- und Technologie-Unternehmen wie, Copa-Data, Getac und Siemens.

Das Verbundprojekt »HMI 4.0« steht allen Wirtschaftspartnern offen, die Interesse an innovativen Ansätzen im Bereich der HMI-Gestaltung haben und sich aktiv einen Wettbewerbsvorteil erarbeiten möchten.

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